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Interview

Karl Mahrer: „Überdosis Gift in der Politik“

Vom Polizisten zum Parteichef: Karl Mahrer, Neo-Obmann der Wiener ÖVP, will die Stadtpartei aus dem Umfragetief führen.
Vom Polizisten zum Parteichef: Karl Mahrer, Neo-Obmann der Wiener ÖVP, will die Stadtpartei aus dem Umfragetief führen.Die Presse/Clemens Fabry
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Der frisch gewählte Obmann der ÖVP Wien, Karl Mahrer, will die Schulpflicht durch eine Bildungspflicht ersetzen und plant, seine Partei völlig neu aufzustellen.

Beginnen wir das Interview mit einer Frage, die wir traditionell jedem neuen Obmann der Wiener ÖVP stellen: Warum tun Sie sich das an?

Karl Mahrer: Warum tut man sich Politik in einer Zeit an, in der es anonyme Anzeigen gibt, in der es Intrigen gibt, in der Politiker sich gegenseitig anzeigen, anstatt gemeinsam zu verhandeln – also in einer Zeit, in der sich die Politik selbst beschädigt . . .


. . . die Frage zielte nicht auf die Politik im Allgemeinen ab, sondern ganz konkret auf die Wiener ÖVP. Ihre Partei verbraucht einen Obmann nach dem anderen, dazu sind die Umfragewerte in Wien völlig abgestürzt – nach türkisen Skandalen rund um die beiden Wiener, Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz und Ihren Vorgänger, Ex-Finanzminister Gernot Blümel.

Sepp Schellhorn (Ex-Neos-Nationalrat; Anm.) hat einmal gesagt: „In der Politik ist eine Überdosis Gift . . .“


. . . zumindest früher in der Wiener ÖVP.