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Carlos Alcaraz

Eine Karriere auf der Überholspur

Wer in Paris gewinnen will, muss wohl früher oder später Carlos Alcaraz bezwingen.
Wer in Paris gewinnen will, muss wohl früher oder später Carlos Alcaraz bezwingen.APA/AFP/OSCAR DEL POZO
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Der Spanier Carlos Alcaraz startet mit gerade einmal 19 Jahren als Favorit in die am Sonntag beginnenden French Open in Paris. Die Kräfteverhältnisse in der Tenniswelt hat der Teenager aus Murcia 2022 gehörig durcheinandergewirbelt. Über den Aufstieg des Senkrechtstarters und sein Selbstverständnis. „Ich bin bereit, mein erstes Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.“

Paris im Mai 2021. Als Nummer 94 der Weltrangliste muss Carlos Alcaraz durch die Qualifikationsmühle der French Open. 64 Spieler verfolgen das gleiche Ziel, sie alle wollen eines der 16 begehrten Tickets für den Hauptbewerb ergattern. Für gewöhnlich ist ein Spieler als 94. knapp, aber doch direkt für ein Grand-Slam-Turnier qualifiziert. Weil der Spanier zum Nennschluss noch nicht dem elitären Kreis der Top 100 angehört, muss er jedoch Extraschichten schieben. Alcaraz hält sich in den drei Qualifikationsspielen nicht lang mit seinen Gegner auf. Er gibt gerade einmal elf Games ab. Seine allerersten French Open enden nach insgesamt fünf Siegen in der dritten Runde. Ein beeindruckendes Debüt.

Exakt zwölf Monate später ist der 19-Jährige aus Murcia nicht nur direkt für den Hauptbewerb qualifiziert, nein, er ist als Nummer sechs der Welt neben Novak Djoković der Topfavorit auf den Gewinn des größten Sandplatzturniers des Jahres. Alcaraz' Aufstieg verdient die Bezeichnung kometenhaft. Kein anderer Spieler hat in dieser Saison mehr Titel gewonnen (4), seine Jahresbilanz gegen Konkurrenten aus den Top Ten ist herausragend (8:2). Die Gegnerschaft singt Lobeshymnen auf den Teenager. In den Worten von Djoković und Co. schwingt gehörig viel Respekt mit – und wohl auch etwas Ehrfurcht und Sorge. Wissend, dass dieser junge Spanier eine Zeitenwende im Tennis einläuten könnte.