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Infektionen

Affenpocken: WHO arbeitet an Strategie zur Bekämpfung

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet mit einem weiteren Anstieg der Fälle im Sommer. Auch Österreich könnte bald betroffen sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erarbeitet derzeit Leitlinien zur Eindämmung der Ausbreitung von Affenpocken. Es werde befürchtet, dass die Zahl der Fälle in den Sommermonaten weiter ansteigen könnte, sagte der Vorsitzende Berater der WHO für Infektionsgefahren, David Heymann, am Samstag Reuters. Die WHO gehe davon aus, dass der Ausbruch durch sexuelle Kontakte ausgelöst worden sei.

Bisher sind Affenpocken in elf Ländern aufgetreten, in denen sie sich üblicherweise nicht verbreiten. Wissenschaftler werten dies als sehr ungewöhnlich. Affenpocken treten hauptsächlich in Afrika auf und nur selten andernorts. Bisher wurden mehr als 100 bestätigte oder vermutete Fälle gemeldet, die meisten davon in Europa, in Österreich gab es bisher noch keinen Nachweis des Virus.

Fälle in Berlin und Schweiz

Am Samstag sind nun auch in Berlin und in der Schweiz  Medienberichten zufolge Affenpocken nachgewiesen worden. Am Samstag unter Berufung auf Gesundheitskreisen von drei bestätigten Fällen in der Hauptstadt. Der erste in Deutschland war am Freitag bekanntgeworden. In der Schweiz wurde der Fall im Kanton Bern registriert. Der Fall wurde am Freitag gemeldet und hat sich nach Laboruntersuchungen bestätigt.

Der kantonsärztliche Dienst habe das Contact Tracing aufgenommen, um mögliche Ansteckungsketten nachvollziehen zu können, hieß es in einer Mitteilung der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektions des Kantons Bern. Die betroffene Person sei wohl im Ausland mit dem Virus in Berührung gekommen. Die erkrankte Person sei in ambulanter Behandlung und befinde sich zuhause in Isolation. Alle Kontaktpersonen seien durch das Contact Tracing informiert worden.

Enger Kontakt sei der wichtigste Übertragungsweg für das Virus, sagte Heymann. So seien beispielsweise Eltern, die sich um kranke Kinder kümmerten, ebenso gefährdet wie das Gesundheitspersonal. Er betonte, dass der Ausbruch der Affenpocken nicht mit den Anfängen der Coronavirus-Pandemie vergleichbar sei, da die Krankheit nicht so leicht übertragbar sei.

(APA)