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Pizzicato

Irgendwas mit Tieren

Das Ente ist nah. Aber das hat bis morgen Zeit.Clemens Fabry
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Abgesehen vom gemeinen urbanen Hundstrümmerl gab es da jüngst eine auffallende Häufung von Erlebnissen der tierischen Art.

Im Südosten von NÖ auf der Terrasse, der Birnbaum davor verdeckt schon halb die Sicht auf den See, die windrauschende Stille ist mit Vogelgezwitscher gesprenkelt. Unheimlich gemütlich.

Erlebnisse mit Tieren – da gab's zuletzt, abgesehen vom gemeinen urbanen Hundstrümmerl, eine auffallende Häufung. Es fing vorige Woche an mit der Entenfamilie, die tiefenentspannt über diese stark befahrene Straße unweit der Autobahn in einem Industriegebiet bei Mödling watschelte, zwischen dem McDonald's und dem Autohaus. Alles hielt. Enten erwartest du dort in der Gegend wirklich als Letztes.

Tags darauf dann das Eichhörnchen, das über die Landstraße bei Ebreichsdorf lief. Beim Radeln zwischen frisch sprießenden Gersten- und Sonnenblumenfeldern all die Hasen und Fasane, die beim Näherkommen ins Grün abtauchen. Der Kuckuck, der auf dem Draht zwischen den Weinreben beim Edelmühlen-Heurigen bei Au hockte und gu-kuhte, hölzern-hohl und unheimlich laut. Und wie groß diese grauen Vögel sind! Er flog weg zum Wald, ich ihm nach, er irgendwo im Blattgewirr, das von ihm tönte. Ein rotes Eichhörnchen lief durchs Gras vorbei und blinzelte.

Später beim Autofahren, etwa Tempo 80, löst sich eine Wildtaube von einem niedrigen Baum am Straßenrand und fliegt voll auf die Windschutzscheibe zu. Ich bremse, aber das kann nix mehr werden. Sie checkt aber die Lage in letzter Sekunde, steigt in der Luft voll auf die Bremse (es war wie bei „Tom und Jerry“, man hörte förmlich das Quietschen) und bricht gerade noch zwei Meter entfernt seitlich weg und in Sicherheit. Glück gehört halt dazu. Wieder ein Tag. Warum auch nicht.

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