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USA

Trumps Vendetta gegen die „Verräter“ in Georgia

"Rechtsauslegerin" Marjorie Taylor Greene.APA/AFP
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Der Ex-Präsident machte bei der Vorwahl der Republikaner gegen Gouverneur Brian Kemp mobil. Es symbolisiert einen Kampf um die Zukunft der Partei.

Donald Trumps Tipp an Mehmet Oz, den Promi-Chirurgen mit TV-Show, den er bei den Primaries der Republikaner für die Senatswahl in Pennsylvania unterstützt hatte, war kurz und bündig und typisch Trump: „Erklär dich zum Sieger.“ Das Problem ist indes, dass die Wahl längst nicht entschieden ist: Oz führt mit rund 1000 Stimmen Vorsprung – oder 0,1 Prozentpunkten – vor Finanzinvestor David McCormack, seinem Widersacher. Was automatisch eine Nachzählung zur Folge hätte.

Die Vorwahlsaison in den USA strebt am Dienstag in Georgia ihrem Höhepunkt entgegen. Die Vendetta des Ex-Präsidenten richtet sich gegen seine Parteifreunde in Atlanta, die ihn seiner Ansicht nach bei der Präsidentenwahl 2020 im Stich gelassen haben. Gouverneur Brian Kemp und Innenminister Brad Raffensberger hatten dem Druck und den Drohungen aus dem Weißen Haus standgehalten, die Wahl zu annullieren. Selbst nach einer Nachzählung lag Joe Biden noch rund 14.000 Stimmen vor Trump. Und bei einer Stichwahl zwei Monate später wählten die Bürger des „Peach State“ beide republikanischen Senatoren ab – eine Sensation und zugleich ein Signal an die Republikaner.