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Pizzicato

Gang auf allen Viren

Die Regierung schafft die Masken ab. In Zeiten der Affenpocken ist ihr die Gefahr zu groß, dass sich sonst jemand als Affe maskiert und andere Leute erschreckt. Das allein wird aber nicht reichen, um des Problems Herr zu werden.

Deswegen schreibt die Regierung nun den Bürgern weitere Regeln vor. „Es gibt nur noch vier Gründe, einen Affen zu treffen“, erklärte Gesundheitsminister Johannes Rauch. Welche vier, will er erst in einer Verordnung bekannt geben. „Aber wir haben beim Verordnungschreiben wie immer einen Affenzahn drauf“, versprach der Minister. Auch Kanzler Karl Nehammer vermittelte anlässlich eines Politikerausflugs in den Tiergarten Schönbrunn trotz der schwierigen Situation Optimismus. „So viele Affen in einem kleinen Raum - aber jetzt kümmert es uns nicht mehr!“

Mediziner geben ebenfalls Grund zur Hoffnung, dass die Affenpocken nicht so gefährlich sein könnten, auch wenn uns das Virus nicht ganz Banane sein darf. Die Impfpflicht aber bleibe ausgesetzt, erklärte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler. Schließlich findet sich in der Verfassung auch kein Passus, der Affen zu einer Impfung verpflichten könnte. Dafür will die Regierung mit einer eigenen Werbekampagne die Tiere zur freiwilligen Impfung motivieren: „Affen, Pocken wir es an!“ (aich)

Reaktionen an: philipp.aichinger@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.05.2022)