Kachelmann-Anwalt legt überraschend Mandat nieder

Kachelmann Birkenstock Mandant
Kachelmann Birkenstock Mandant(c) dapd (Thomas Lohnes)
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Birkenstock hat den ehemaligen Fernsehmoderator seit Monaten wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung verteidigt, nun legt er sein Mandat nieder. Über die Hintergründe schweigt er.

Der Verteidiger des Wettermoderators Jörg Kachelmann, der Kölner Anwalt Reinhard Birkenstock, hat überraschend sein Mandat niedergelegt. Das bestätigte Birkenstock der Nachrichtenagentur dpa am Montag, ohne nähere Angaben zu seiner Entscheidung zu machen.

Birkenstock versandte eine Pressemitteilung, in der es hieß: "In der Strafsache gegen Herrn Jörg Kachelmann teile ich mit: Ich habe der 5. großen Strafkammer des Landgerichts Mannheim heute angezeigt, dass ich nicht mehr Verteidiger von Herrn Kachelmann bin. Aus berufsrechtlichen und prozessualen Gründen stehe ich deshalb zu keiner weiteren Auskunft in dieser Sache mehr zur Verfügung."

Zweiter Rechtsvertreter geht

Auch Kachelmanns zweiter Rechtsvertreter, der Karlsruher Wahlverteidiger Klaus Schroth ist von seinem Mandat entbunden. Schroth bestätigte der Nachrichtenagentur dapd, dass er am Dienstag das Landgericht Mannheim von seiner Entbindung unterrichten werde. Schroth hatte mit Erfolg die Haftbeschwerde vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe eingelegt. Kachelmann wurde daraufhin aus der Untersuchungshaft entlassen.

Neue Verteidiger

Kachelmann hat den Hamburger Strafverteidiger Johann Schwenn nun mit seiner Verteidigung beauftragt. Ob hinter dem Verteidigerwechsel persönliche oder prozessuale Gründe stecken, ist bisher unbekannt.  Neben Schwenn ist die Heidelberger Anwältin Andrea Combe als Pflichtverteidigerin bestellt.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim wirft Kachelmann vor, seine langjährige Freundin am 9. Februar 2010 nach einem Beziehungsstreit in ihrer Wohnung vergewaltigt zu haben. Der wegen schwerer Vergewaltigung und Körperverletzung angeklagte Journalist bestreitet die Tat.

(Ag.)

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