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Politische Reden und die Suche nach neuen militärischen Strategien. Auf der Konferenz der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) im nordsyrischen Hasakah.
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Reportage

Nordsyrien: Die Frauen, die Erdoğans Armee die Stirn bieten

Die Kämpferinnen der YPJ halfen, das „Kalifat“ des Islamischen Staates zu besiegen. Jetzt stehen sie im Visier der türkischen Streitkräfte. Ein Lokalaugenschein.

Jiyan Tolhildan lächelt. Dann lehnt sie sich zurück und antwortet auf den türkischen Vorwurf, sie und ihre Kampfgefährtinnen seien „Terroristinnen“: „Die Türkei hat uns attackiert. Wir waren auf unserem Territorium, in unseren Häusern, als wir von den Türken angegriffen wurden. Also wer sind dann die Terroristen?“ Jiyan Tolhildan ist eine Kommandantin der Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) im Nordosten Syriens. Und diese Einheiten stehen ganz oben auf der Liste der Kräfte, gegen die der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdoğan, nun mit einer neuen Militäroffensive im Norden Syriens vorgehen will.
Die Frauenverteidigungseinheiten haben Erfahrung im Krieg. „Seit neun Jahren bekämpfen wir terroristische Gruppen, erst Jabat al-Nusrah, später den Islamischen Staat“, berichtet Jiyan Tolhildan. „Tolhildan“ ist der Kampfname der Kommandantin. Das ist Kurdisch und bedeutet so viel wie „Vergeltung“.