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Interview

Van der Bellen über Staatsbürgerschaft: „Die Hürden sind zu hoch“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen kennt sein eigenes Wahlkampf-Budget noch nicht.Die Presse/Clemens Fabry
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Würde Bundespräsident Alexander Van der Bellen seine zweite Amtszeit lauter angehen? „Die Verlockung ist groß“, sagt er. Die ÖVP-Chats seien eine Grenzüberschreitung gewesen. Eine Debatte über Neutralität und EU-Heer lehnt er nicht ab.

Die Presse: Die meisten lassen keinen Zweifel an Ihrer zweiten Amtszeit. Macht Sie das im Hinblick auf die Wahlbeteiligung nicht nervös?

Alexander Van der Bellen: Sicher, denn es könnte meine Wählerinnen und Wähler in falsche Gewissheit versetzen. Eine hohe Wahlbeteiligung ist auch ein wichtiges Zeichen für eine starke Demokratie. Also bitte hingehen und mir die Stimme geben.

Finden Sie es demokratiepolitisch vertretbar, dass nur eine Parlamentspartei eine Gegenkandidatur plant?

Ich finde, bei der Bundespräsidentenwahl geht es darum, wer unser Land am besten vertritt, wem man das zutraut und wer das schon bewiesen hat – ich finde, das bin ich, in aller Bescheidenheit. Bei der Nationalratswahl ist das etwas anderes, da kandidiert selbstverständlich jede Partei.

Wäre etwas mehr Auswahl demokratiepolitisch nicht besser?

Das dürfen Sie eigentlich nicht mich fragen, das müssen Sie schon die politischen Parteien fragen.

Wie erklären Sie sich die ausgebliebene Wahlempfehlung der ÖVP? Haben Sie es sich mit der Partei verscherzt?