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Die Angst und die Liebe

Ganz große Fragen. In Kristo Šagors „Ich lieb dich“ geht es um die Liebe in verschiedenen Spielarten.
Ganz große Fragen. In Kristo Šagors „Ich lieb dich“ geht es um die Liebe in verschiedenen Spielarten.(c) beigestellt
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Salzburger Festspiele. Die Salzburger Festspiele bieten mit der Schiene „Jung & Jeder“ 54 Vorstellungen für Kinder und Jugendliche.

Wenn man ein Glückskind ist, hat man dann immer Glück? Nun, zumindest der Teufel kann dem Glückskind nichts anhaben. Dessen drei goldene Haare soll der Glücksjunge dem König bringen, damit er die Königstochter heiraten darf. Ob das gelingt? Jedenfalls lernt der Bub in der Hölle Gefühle kennen, die ihm bis dahin unbekannt waren: die Angst und die Liebe. Stefan Hanke hat das Märchen der Gebrüder Grimm als Vorlage für seine Kinderoper „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ genommen. Bei den Salzburger Festspielen ist das Werk heuer erstmals in Österreich zu sehen. „Es ist ein sehr buntes Stück mit viel Melodik. Schließlich steht ein Haufen Sänger auf der Bühne“, meint der Komponist. Charakterisieren will er seinen Stil nicht. „Es sind schon auch Neue-Musik-Eindrücke und atonale Elemente drinnen. Aber genauso Ländler.“ Ob er für Kinder oder Erwachsene komponiert, spielt für Hanke jedenfalls keine Rolle. „Ich überlege, was ich hören will, was passt, welche Emotionen aufkommen und wie ich die vertonen könnte.“ Er will sich auch keiner „Schule“ zuordnen lassen. „Das hat mich nie interessiert. Ich habe schon Vorbilder – Komponisten, die nicht dem Zeitgeist nachgegangen sind. Etwa Sibelius und Schostakowitsch.“

Am Pult. Die junge österreichische Dirigentin Katharina Wincor leitet die Kinderoper musikalisch.
Am Pult. Die junge österreichische Dirigentin Katharina Wincor leitet die Kinderoper musikalisch.(c) beigestellt

Der künstlerische Zugang ist es, der Hanke an den beiden fasziniert. Die Premiere von „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ (ab 6 Jahren) ist am 29. Juli im Saal des Schauspielhauses. Christina Tscharyiski führt Regie, die junge österreichische Dirigentin Katharina Wincor leitet die Oper musikalisch. Wie jedes Jahr singen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Young Singers Project, die Hauptrolle übernimmt die Mezzosopranistin Sofia Vinnik. Sie gehört seit vergangenem Jahr zum Jungen Ensemble des Theaters an der Wien (JET) und war dort bereits in mehreren Rollen zu erleben (u. a. als Orphée in Glucks „Orphée et Euridice“ in der Kammeroper, Asteria in Vivaldis „Bajazet“, in den „Liedern und Tänzen des Todes“, sowie als Myrtale und Albine in Massenets „Thaïs“).

"Es ist ein buntes Stück mit viel Melodik. Schließlich stehen viele Sänger herum. Es hat aber auch atonale Elemente."

Eine Uraufführung gibt’s für Kinder ab 8 Jahren am 20. Juli im Studio des Schauspielhauses Salzburg: „Wut“. Inspiriert von den skurril-poetischen Kurzgeschichten des preisgekrönten Kinderbuchautors Toon Tellegen bringen der Komponist Gordon Kampe und der Regisseur Sebastian Bauer unterschiedlichste Arten von Wut zum Klingen. „Wollen Sie ein bisschen Wut? Vielleicht einen runzeligen grauen Ärger? Einen grünlichen Zorn? Oder doch lieber eine schneeweiße Raserei? Ich zeige Ihnen, was ich alles habe“, sagt Herr Furovic und öffnet seinen Koffer. Aus dem virtuosen Zusammenspiel von Musik, Texten und Bildern ergibt sich ein neuer, überraschender Blick auf dieses explosive Gefühl.

Innovativ. Der Komponist Stefan J. Hanke hat mit „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ ein buntes Stück geschrieben.
Innovativ. Der Komponist Stefan J. Hanke hat mit „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ ein buntes Stück geschrieben.(c) Stefan Hanke

Die ganz großen Fragen über die Liebe werden im Schauspiel für Kinder „Ich lieb dich“ (ab 10 Jahren) diskutiert. Wer liebt wen und warum eigentlich? Was bedeutet Liebe und wie verhält sie sich zur Zeit? Wie kann man sich sicher sein, dass man jemanden liebt? Warum kann die Liebe von Julians Eltern verschwinden? Lia und Julian sind 11 und 12 Jahre alt und kennen sich seit dem Kindergarten. Sie schwelgen in Erinnerungen an Menschen und Dinge, die sie geliebt haben: Zitroneneis, Meerschweinchen, Kastanien, die Großeltern . . . Der Text stammt von Kristo Šagor, Joachim Gottfried Goller führt Regie. Premiere ist am 24. Juli im Studio des Schauspielhauses.

Gestalten. Bei den Salzburger Festspielen wird nicht nur die Kunst für junge Menschen gefördert, sondern seit Jahren auch die Kunst von jungen Menschen gestaltet. Die beiden Nachwuchsförderprogramme Young Singers Project und Herbert von Karajan Young Conductors Award zeugen davon. Mit dem Young Singers Project gibt es bereits seit 2008 eine Plattform zur Förderung von Sängern und Sängerinnen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Young Singers Project wirken neben der Kinderoper in weiteren Produktionen der Festspielsaison mit. Zudem präsentieren sie sich in einem Abschlusskonzert (am 27. August, 18 Uhr, Stiftung Mozarteum – Großer Saal) dem Publikum. Einen Grundstein für seine Dirigentenkarriere konnte in der vergangenen Festspielsaison der Brite Joel Sandelson legen: Er ist der Gewinner des Young Conductors Award 2020/21. Im Sommer 2022 präsentiert er sich nun im Preisträgerkonzert (am 18. August, 20 Uhr in der Felsenreitschule) mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien.

Glückskind. Sofia Vinnik, Teilnehmerin des Young Singers Project, singt die Hauptrolle der Kinderoper.
Glückskind. Sofia Vinnik, Teilnehmerin des Young Singers Project, singt die Hauptrolle der Kinderoper.(c) beigestellt

Information & Karten

Die Salzburger Festspiele finden von 18. Juli bis 31. August 2022 statt. Nähere Informationen: 

www.salzburgerfestspiele.at/jung-jeder-fuer-alle

Kartenbüro
Herbert-von-Karajan-Platz 11
5020 Salzburg, Österreich
Tel. +43 662 8045 – 500
info@salzburgfestival.at

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

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