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Bilanz

Bevölkerungsplus durch Zuwanderung trotz hoher Sterbezahlen

Wien bleibt das wichtigste Zuwanderungsziel bei den Bundesländern.
Wien bleibt das wichtigste Zuwanderungsziel bei den Bundesländern.APA/GEORG HOCHMUTH
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Die Geburtenbilanz fiel im Jahr 2021 negativ aus, mit einem Minus von 5884 Personen. Durch die internationale Zuwanderung ist Österreichs Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich gewachsen.

Österreichs Bevölkerung ist im Jahr 2021 deutlich stärker gewachsen als im Jahr zuvor, was ausschließlich auf die internationale Zuwanderung zurückführen ist: Am 1. Jänner 2022 lebten 8.978.929 Menschen in Österreich, um 46.265 Personen mehr als zu Jahresbeginn 2021. Das geht aus der Bevölkerungsstatistik von Statistik Austria hervor. Zwischenzeitlich hat Österreich bereits Mitte März 2022 die Neun-Millionen-Marke aufgrund der Fluchtmigration aus der Ukraine geknackt.

Die Geburtenbilanz fiel auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie mit einem Minus von 5884 Personen negativ aus. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 86.078 Kinder geboren. Das waren drei Prozent mehr als 2020 und 1,3 Prozent mehr als im Jahr 2019, vor Beginn der Covid-19-Pandemie. Im gleichen Zeitraum verstarben insgesamt 91.962 Personen, um 0,4 Prozent mehr als im Vorjahr und um 10,3 Prozent mehr als im Jahr 2019. Bezogen auf die Bevölkerung entspricht dies einer Geburtenrate von 9,6 Promille und einer Sterberate von 10,3 Promille. Demzufolge fiel die Geburtenbilanz 2021 mit minus 5884 weiterhin negativ aus (nach minus 7996 im Jahr 2020 und plus 1566 im Jahr 2019).

Steigende Geburtenzahlen in fast allen Bundesländern

Dennoch verzeichneten fast alle Bundesländer steigende Geburtenzahlen verglichen mit dem Vorjahr: Am deutlichsten waren die Zuwächse im Burgenland (plus 6,7 Prozent), in Tirol (plus 5,5 Prozent), in Niederösterreich (plus 4,4 Prozent), in der Steiermark (plus 3,9 Prozent) und in Oberösterreich (plus 3,3 Prozent).

Die Zahl der Sterbefälle 2021 lag um elf Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt vor Beginn der Covid-19-Pandemie (2015 bis 2019). Am deutlichsten war der Anstieg in Niederösterreich (plus 5,8 Prozent), gefolgt von Salzburg (plus 2,6 Prozent), Oberösterreich (plus 2,1 Prozent), dem Burgenland (plus 2,0 Prozent) und in Wien (plus ein Prozent). Die übrigen Bundesländer registrierten jeweils weniger Sterbefälle als im Jahr davor.

Der Anstieg der Bevölkerungszahl ist ausschließlich auf Zuwanderung zurückzuführen. Im Jahr 2021 zogen 154.202 Personen aus dem Ausland nach Österreich zu, während 101.714 Personen Österreich verließen. Daraus ergibt sich ein Plus von 52.488 Personen. Die Wanderungen mit erreichten 2021 damit wieder ein ähnliches Niveau wie vor der Pandemie (2019: 150.419 Zuzüge, 109.806 Wegzüge) und lagen deutlich höher als 2020 (136.343 Zuzüge, 96.279 Wegzüge), als die Migration pandemiebedingt zurückgegangen war.

22,8 Prozent der Zuwanderungen nach Wien

Am 1. Jänner 2022 lebten insgesamt 1.586.709 Menschen mit nicht-österreichischer Nationalität in Österreich, um 55.637 mehr als am 1. Jänner 2021. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung stieg von 17,1 auf 17,7 Prozent an. Die größten Zuwanderungsgruppen waren Syrer (plus 12.721 Personen) und deutsche Staatsangehörige (plus 8354 Personen), gefolgt von Kroaten (plus 5.511), Rumänen (plus 4594) und Ungarn (plus 1930).

Auf Ebene der Bundesländer blieb Wien das wichtigste Ziel der internationalen Zuwanderung nach Österreich. 22,8 Prozent des Wanderungssaldos 2021 entfielen auf die Bundeshauptstadt (plus 11.984 Personen). Ebenfalls hohe Wanderungsgewinne aus dem Ausland verzeichneten Oberösterreich (plus 8957 Personen), Salzburg (plus 7437 Personen) und Niederösterreich (plus 7340 Personen).

(APA)