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Ehemaliger Konzernchef

Keine Entlastung für Ex-OMV-Chef Seele: Anleger-Verband will "Ungereimtheiten" aufklären

APA/GEORG HOCHMUTH
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Der Interessenverband für Anleger kündigte an, Seele die Entlastung zu versagen. Als Grund werden „Ungereimtheiten der Seele-Ära“ genannt, die Aufklärung bedürften.

Wenige Tage vor der anstehenden Hauptversammlung (HV) der OMV hat der Interessenverband für Anleger (IVA) angekündigt, dem im Vorjahr zurückgetretenen Ex-Chef des Öl- und Gaskonzerns, Rainer Seele, die Entlastung zu versagen. Als Grund wurden „Ungereimtheiten der Seele-Ära“ genannt, die der Aufklärung bedürften. Der neue OMV-Chef Alfred Stern und der Aufsichtsrat sollen dazu die Gelegenheit bekommen, so der IVA.

„Einige Seele-Aktionen waren in der roten Zone. Erst jetzt erkennt man ihre Tragweite. Hier muss für Transparenz gesorgt werden - wenn nötig mit einer Sonderprüfung oder einer Strafanzeige,“ sagte IVA-Vorstand Florian Beckermann in der Aussendung vom Dienstag.

Unter anderem führte der IVA die Hinweise auf eine millionenschwere Sondervereinbarung mit dem Ex-Compliance-Chef der OMV Robert Eichler an, die am Vorstand und Aufsichtsrat vorbei getroffen worden seien sollen. Das Magazin „Dossier“ hatte zuletzt Ende April über das Thema berichtet. "Das ist ein schwerwiegender Verdacht und muss dringend aufgeklärt werden", so Beckermann. Zudem fielen Milliardenabschreibungen für Unternehmenskäufe, langjährige Gaslieferverträge mit Russland sowie Sponsoring für russische Fußballclubs in die Führungszeit von Seele.

Der IVA fordert die ÖBAG-Chefin Edith Hlawati auf, sich für eine Aufklärung der Vorwürfe einzusetzen. Hlawati wird sich bei der HV der Wahl in den Aufsichtsrat stellen. Die ÖBAG hält derzeit einen Anteil von rund einem Drittel (31,5 Prozent) an der OMV.

Die Hauptversammlung der OMV findet am Freitag, dem 3. Juni, ab 14 Uhr statt.

(APA)