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Medienpreis

Grimme-Preise für Joko Winterscheidt, Corona-Reportage und Ibiza-Serie

Die Ibiza-Aff�re - S1
Markus Lust spielte in "Die Ibiza-Affäre" FPÖ-Chef Strache, Nicholas Ofczarek den Privatdetektiv Hessentahler(c) Sky
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Die Serie "Die Ibiza-Affäre" gehört zu den 19 Preisträgern des Medienpreises. Eine besondere Ehrung bekommt Anke Engelke.

19 Produktionen erhalten heuer den Grimme-Preis: Darunter findet sich die Sky-Produktion "Die Ibiza-Affäre" mit Nicholas Ofczarek als Privatdetektiv, der den damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache aufs Glatteis führt. Außerdem wird das ProSieben-Format "Wer stiehlt mir die Show?“ des Entertainers Joko Winterscheidt ausgezeichnet. Darin können Kandidaten die Rolle des Quizmasters erobern. "Joko Winterscheidt gibt die Kontrolle ab. Genau das macht es spannend“, so Grimme-Direktorin Frauke Gerlach. Für die Jury ist es "bemerkenswert, dass die Kreativität im Unterhaltungssektor während der Pandemie erfolgreich den bedrückenden Alltag in der medialen Berichterstattung aufbrechen konnte“.

Einen völlig anderen Bezug zur Pandemie hatte die ebenfalls geehrte Reportage "Charité intensiv: Station 43" (RBB) über den Coronawinter 2020/21 in einer Berliner Intensivstation. "'Charité intensiv' konserviert ein Stück Krankenhausalltag während einer überhaupt nicht alltäglichen Pandemie. Und erzählt, nebenbei, Geschichten von wahren Heldinnen und Helden", hieß es zur Begründung.

Die Grimme-Preise werden am 26. August im Theater Marl bei einer großen Gala übergeben. Den Preis für die "Besondere Journalistische Leistung" erhält in diesem Jahr Katrin Eigendorf (ZDF) für ihre "exzellenten Reportagen über die Lage der Frauen und Mädchen in Afghanistan", so die Grimme-Jury.

Ehrung für Anke Engelke

Eine besondere Ehrung des Preisstifters Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV) erhält die Entertainerin und Komikerin Anke Engelke. Engelke halte uns "mit ihrer einzigartigen Ironie immer wieder einen Spiegel vor", sagte DVV-Präsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer laut Manuskript.

Das Sendekonzept von "Am Limit?! Jetzt reden WIR!" (HR) stelle Kinder und Jugendliche in den Vordergrund und lasse sie selbst von ihren persönlichen Erfahrungen und Einschränkungen in der Corona-Pandemie berichten, so die Jury. Für dieses Konzept werden Christine Rütten und Petra Boberg mit dem Spezialpreis ausgezeichnet. Aus mehr als 760 Einreichungen hatte das Grimme-Institut 74 Beiträge für den Preis nominiert. Die Auszeichnung wird seit 1964 jährlich verliehen.

Die Grimme-Preisträger im Überblick:

Fiktion

  • Die Ibiza-Affäre (W&B Television/Epo-Film für Sky Deutschland)
  • Geliefert (TV60 Filmproduktion für BR/ARTE)
  • Polizeiruf 110 – Sabine (filmpool fiction für NDR)
  • Sörensen hat Angst (Claussen + Putz Filmproduktion für NDR)
  • Tina mobil (X Filme Creative Pool für rbb)

Information & Kultur

  • Charité intensiv: Station 43 (DOCDAYS Productions für rbb)
  • Grimme-Preis für die Besondere Journalistische Leistung an Katrin Eigendorf für ihre empathischen und mutigen Reportagen zur Lage der Frauen und Mädchen in Afghanistan (ZDF)
  • Hanau – Eine Nacht und ihre Folgen (hr)
  • Oeconomia (Petrolio Film für ZDF/3sat)
  • Schwarze Adler (Broadview Pictures für Amazon Prime Video/ZDF)

Unterhaltung

  • Chez Krömer | zu Gast: Torsten Sträter (probono.tv für rbb)
  • Freitagnacht Jews (Turbokultur für WDR)
  • Wer stiehlt mir die Show? (Florida TV für ProSieben)

Kinder & Jugend

  • Grimme-Preis Spezial an Petra Boberg und Christine Rütten für die Konzeption und Realisation der Doku-Reihe "Am Limit?! Jetzt reden WIR!" (hr)
  • offen un‘ ehrlich (SR/funk)
  • Seepferdchen (Filmakademie Baden-Württemberg für MDR)

Publikumspreis der Marler Gruppe

  • The Mopes (UFA Fiction für Warner TV Comedy)

Preis der Studierendenjury

  • Una Primavera (Johannes Schubert Produktion)

Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbandes

Anke Engelke

(APA/dpa)