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Wiener Ansichten

Brünner Straße: Wenn der Auwald in die Verkehrswüste zurückkehrt

Für acht Monate ein bisschen Grün: Katarina Schmidls Installation . . .wf
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Ahorn, Hainbuche, Holunder in der Floridsdorfer Mitte: vom naturräumlichen Erbe Transdanubiens.

Das Gras wachsen hören, das kann man am Beginn der Brünner Straße schon seit Längerem nicht mehr, ja nicht einmal es wachsen sehen kann man da. Spätestens mit der Donauregulierung des 19. Jahrhunderts verschwand letztes Grün aus dem Zentrum der alsbald boomenden Industriestadt Floridsdorf, und wer sich heute hier umtut, sieht und hört Urbanität in Massen von Automobilverkehr untergehen, als hätt's die Umwelt- und Energiespardiskussionen unserer Tage nie gegeben.

So schickt sich gegenwärtig wenigstens ein Kunstprojekt an, das naturräumliche Erbe der Floridsdorfer Vergangenheit in Erinnerung zu rufen. Und dass das jedenfalls ein feuchtes Erbe war, lässt ein kurzer Blick in die Landesaufnahme des Franziszeischen Katasters ahnen, die noch im Jahr 1829 nebst vielen Feldern vor allem – und bis dicht an den Zusammenstoß von Prager und Brünner Straße – den Haupt- sowie mehrere Nebenarme der Donau ausweist, bis zu ihrer Zähmung stets dazu angetan, alles Transdanubische fallweise hinwegzuspülen.