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Verbund AG

Inklusion verbessert den Konzern-Spirit

Verbund-CEO Michael Strugl treibt die Diversity Strategy des Konzerns aktiv voran. Heuer mit Fokus auf Inklusion.(c) Christian Jungwirth
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Sonderpreis. Durch die gelebte Diversität bringen sich die einzelnen Mitarbeitenden in der Verbund AG in den Schwerpunkten stärker ein.

Diversitätsmangement ist bei der VERBUND AG schon lange auf der Agenda. 2015 startete Österreichs größtes Elektrizitätsversorgungsunternehmen mit einem eigenen Diversitätsmanagement.

Die 2016 festgelegte Diversity-Strategie wurde 2018 mit der Zertifizierung „ZukunftVIELFALT®“ gefestigt und 2019 mit der Umsetzung geplanter Maßnahmen in den Schwerpunktdimensionen „Alter“, „Geschlecht“ und „Behinderung“ konsequent weiterverfolgt. Von 2020 bis 2021 stand Gender Balance im Mittelpunkt. Heuer liegt das Augenmerk ganz stark auf Inklusion. Auch weil durch Pensionierungen die Zahl der Beschäftigten mit Behinderung sinkt und die Verbund AG daran interessiert ist, die Quote weiterhin zu erfüllen. Auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. „Je diverser ein Unternehmen aufgestellt ist, desto erfolgreicher kann es agieren“, ist Diversity-and-Inclusion-Managerin Andrea Martens-Horvath überzeugt.

„Mit Inklusion steigt das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Umgang miteinander wird respektvoller.“

Michael Strugl, Vorsitzender des Vorstands Verbund AG



2020 beschäftigte der Konzern von insgesamt 2980 Mitarbeitenden 160 Menschen mit Behinderung. Das entspricht rund fünf Prozent der Beschäftigten. Prinzipiell wird die vorgeschriebene Anzahl an Menschen mit Behinderung über den Konzern betrachtet erfüllt. Für die Menschen mit Behinderung werden keine eigenen Stellen kreiert, sondern die Mitarbeitenden werden entsprechend ihrer Qualifikation eingestellt. Die meisten der Personen mit Behinderung stehen ganz normal im Berufsleben. Viele Behinderungen sind auch nicht sichtbar. „Unser Ziel ist es, Menschen mit Behinderung bestmöglich zu integrieren“, sagt Martens-Horvath und beschreibt, wie die Verbund AG optimale Rahmenbedingungen schafft. „Die Behinderung steht nur dann im Vordergrund, wenn wir auf den Plan gerufen sind, Maßnahmen zu treffen, um Barrierefreiheit zu schaffen, wie etwa rollstuhlgerechte Toiletten oder Alarmsysteme, damit auch ein gehörloser Mitarbeiter zum Beispiel einen Feueralarm mitbekommt.“

Zur Umsetzung hat die Verbund AG ein eigenes Accessibility Management installiert. Hier gibt es u. a. ein eigenes Digital Accessibility Team für den Abbau digitaler Barrieren (Websites in einfacher Sprache, Untertitelung für Videos usw.). Zusätzlich wird darauf geachtet, dass bei Neu- oder Umbauten die Barrierefreiheit Berücksichtigung findet. Viele Maßnahmen kommen allen Mitarbeitenden zugute. Wenn Türen mit dem Ellbogen angestoßen werden können, hilft das jedem, der alle Hände voll hat. „Aber eine wichtige Aufgabe ist auch, die Barrieren in den Köpfen der einzelnen Mitarbeitenden zu beseitigen und die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, damit sie einander so annehmen, wie sie sind“, sagt die Diversity-and-Inclusion-Managerin.

Diversität ist Chefsache

Michel Strugl, seit 2021 Vorstandsvorsitzender der VERBUND AG, treibt das Thema aktiv voran und hat es zu einem strategische Schwerpunkt erklärt. Diversität so breit wie möglich abzudecken hat als Selbstverständlichkeit einen fixen Platz in der Unternehmenskultur.

Letztlich wirken sich die Maßnahmen positiv auf den gesamten Konzern aus. Etwa im Zusammengehörigkeitsgefühl oder im Umgang miteinander“, sagt Strugl und beobachtet, dass sich die Qualität der Besprechungen allgemein verbesserte seit der Aufnahme eines gehörlosen Mitarbeiters. Die Abläufe sind strukturierter. Es wird nicht mehr durcheinander gesprochen. „Der gegenseitige Respekt ist gestiegen. Diversität macht unseren Konzern stärker“, sagt der Verbund Vorstand.