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Interview

Tourismus-Staatssekretärin Kraus-Winkler: "Es wird ein herausfordernder Sommer"

Die Löhne in der Branche werden deutlich steigen, meint Kraus-Winkler.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Die neue Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler über einen leergefegten Arbeitsmarkt, immer teurere finanzielle Anreize und warum der chinesische Markt ein großes Fragezeichen geworden ist.

Die Presse: Die Sommersaison steht vor der Tür. Viele Menschen wollen nach zwei Jahren Pandemie wieder auf Urlaub fahren aber der Branche fehlen die Mitarbeiter. Wie groß ist das Problem?

Susanne Kraus-Winkler: Der Tourismus ist nicht die einzige Branche wo es gerade zu wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt. Damit sind auch ganz viele andere Bereiche konfrontiert, übrigens nicht nur in Österreich.

Die Not scheint hier aber besonders groß zu sein.

Der Tourismus ist vor der Pandemie bei uns stark gewachsen und damit auch die Zahl der Beschäftigten. Nämlich auch in anderen Ländern, weswegen es hier einen Wettbewerb der Destinationen und Anbieter gab. Schon vor Corona hatten wir zu wenige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Branche. Wir sind gerade mitten in einem Strukturwandel, den die Pandemie noch einmal deutlich verschärft hat. Viele Leute wollen weniger arbeiten, haben einen völlig anderen Zugang zum Thema Arbeit.

Zudem fehlen tausende Saisonarbeiter aus Osteuropa

Auch in jenen Herkunftsländern, woher immer viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekommen sind, hat ein Wandel am Arbeitsmarkt stattgefunden. Viele von ihnen haben sich entschieden, in ihren Heimatländern zu bleiben und nicht mehr so einfach in ein anderes Land zu gehen, um dort zu arbeiten. Wir haben in Österreich sehr profitiert von der EU-Ostöffnung. In diesen Ländern war damals einiges noch nicht so weit entwickelt wie bei uns, weshalb viele hier hergekommen sind. Jetzt sehen wir genau die gegenteilige Bewegung. Auch die osteuropäischen Länder brauchen Arbeitskräfte. Da gibt es nicht die eine große Lösung, wir müssen da also an mehreren Schrauben drehen.

Wie will man die Osteuropäischen Gastarbeiter wieder zu uns holen?