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Bundesheer

Starker Rückgang bei Präsenzdienern

THEMENBILD-PAKET: BUNDESHEER / MUSTERUNG / STELLUNG
APA/GEORG HOCHMUTH
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Innerhalb von 16 Jahren halbierte sich die Zahl der Grundwehrdiener. Mehr als die Hälfte der Untauglichen leiden an psychischen Erkrankungen.

15.000 Grundwehrdiener hatte das Bundesheer im Vorjahr zur Verfügung. Damit hat es innerhalb nur weniger Jahre einen drastischen Rückgang gegeben, denn im Jahr 2006 waren es noch mehr als 31.000 gewesen. Hauptursache sind die geburtenschwachen Jahrgänge, dazu kommt noch der Trend in Richtung Zivildienst. Die Zahl der Zivildiener bleibt zwar annähernd gleich, was aber angesichts der geburtenschwachen Jahrgänge bedeutet, dass ihr Anteil beständig steigt.

Bei den Untauglichen gibt es seit 2005 einen annähernd gleichbleibenden Anteil von rund 22 Prozent jedes Jahrganges. Was sich in diesem Zeitraum aber deutlich geändert hat, sind die Gründe für die Untauglichkeit. Wie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des freiheitlichen Abgeordneten Volker Reifenberger mitteilt, waren im Vorjahr 55 Prozent der Untauglichen wegen einer psychischen Störung vom Wehrdienst befreit worden. Im Jahr 2005 waren es noch 31 Prozent gewesen. Platz zwei auf der Liste der Befreiungsgründe sind Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen (7,8 Prozent). Zurückgegangen sind dagegen Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems (von 10,5 auf 5 Prozent) und der Ohren (von 10 auf 3).

Wie hat sich die Einführung der Kategorie „Teiltauglichkeit“ in dem Zusammenhang ausgewirkt? Tanner verzichtet in ihrer Beantwortung auf exakte Zahlen und gibt nur an, dass es dadurch möglich geworden sei, bisher Untaugliche als für geeignet zu befinden. Laut Informationen der „Presse“ aus dem Bundesheer soll deren Zahl aber verschwindend gering sein.

 


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(maf)