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Quergeschrieben

Nein, Burkini und Co. haben in Europa nichts zu suchen

Warum sich Männer im Iran aus Protest verschleiern, während in den zunehmend ermatteten westlichen Gesellschaften Intoleranz toleriert wird.

Dass es Sommer wird, erkennt man in Frankreich Jahr für Jahr daran, dass in irgendeiner Stadt Streit darüber ausbricht, ob Frauen, die von oben bis unten in Stoff eingepackt sind, in diesem meist „Burkini“ genannten Teil die kommunalen Schwimmbäder benutzen dürfen oder nicht. Dabei geht es nicht um eine marginale Causa der Mode, sondern um die eher fundamentale Frage des Verhältnisses zwischen dem laizistischen französischen Staat und seiner immer stärker anwachsenden muslimischen Bevölkerung.

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Heuer wird die Frage in Grenoble ausverhandelt, wo es im Gegensatz zu Paris oder Marseille nicht allzu viele Probleme im Zusammenleben der Muslime und Nichtmuslime gibt. Und so verfügte im Frühjahr der Stadtrat von Grenoble, dem Drängen muslimischer Funktionäre nachgebend, dass heuer im Sommer der „Burkini“ ein in den Bädern der Stadt erlaubtes Bekleidungsstück sein soll. Der grüne Bürgermeister der Stadt, Éric Piolle, begründete das mit einem guten liberalen Argument: Jede Frau solle doch selbst entscheiden können, was sie beim Baden anziehe.