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Analyse

Saudi-Arabien erhört das Flehen des Westens - und liefert mehr Öl

Ein Mitarbeiter des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco.
Ein Mitarbeiter des saudischen Ölkonzerns Saudi Aramco.
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Die Welt braucht mehr Öl, damit der Preis sinkt. Die erste Rettung kommt nun aus Riad. Die USA bedanken sich. Aber werden die Saudis den Preis an den Tankstellen auch wirklich drücken können?

Die Welt kann aufatmen. Zumindest ein wenig. Denn das Ölkartell OPEC+ will seine Fördermenge im Sommer deutlich stärker anheben als in den vergangenen Monaten. Statt der täglich zusätzlichen 430.000 Barrel (je 159 Liter), die im Juni in den Markt gepumpt werden sollen, soll die Tagesproduktion im Juli und August um jeweils rund 650.000 Barrel steigen, wie die Gruppierung nach einer Online-Sitzung am Donnerstag Nachmittag ankündigte.

Die OPEC+ begründete ihre Entscheidung mit dem Ende von Lockdowns an wichtigen Wirtschaftsstandorten und dem saisonal erhöhtem Bedarf von Raffinerien. Der Mitteilung war zu entnehmen, dass Russland trotz des angekündigten EU-Embargos auf russisches Öl auch weiterhin an den Fördervereinbarungen teilnimmt. Damit wäre vorerst auch das Gerücht vom Tisch, dass es innerhalb dieser Allianz der Förderländer zu einem Bruch mit Moskau kommen könnte.

Doch der Preis für ein Barrel der Sorte Brent, der vor zwei Tagen angesichts des geplanten Ölembargos gegen Russland auf über 124 Dollar gestiegen und am Mittwoch wieder auf etwa 115 Dollar gefallen war, gab nach dem Treffen der Opec+ vorerst einmal nicht nach. Warum?