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Wiener Festwochen

Uraufführung mit Caroline Peters: Dem Avatar ausgeliefert

Caroline Peters, virtuell auf dem Screen, real auf der Bühne
Caroline Peters, virtuell auf dem Screen, real auf der BühneFrank Dehner
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Nestroyhof Hamakom: „Die Maschine steht nicht still“. Trefflich ironisieren die Burgschauspielerin und Ledwald Fortschrittsglauben.

Wie könnte man in gar nicht so ferner Zukunft ein gedecktes Abendessen für sieben Personen zubereiten? Caroline Peters zeigte es am Donnerstag vor, bei der Weltpremiere einer multimedialen Performance, die sie mit der Gruppe Ledwald frei nach einer Story von E. M. Forster geschaffen hat: Als Protagonistin steht sie in einem engen Trikotkleid mitten auf der Bühne, vom Publikum trennt sie flächendeckend eine Leinwand. Sie spricht auch nicht zu ihm, sondern zur digitalen Assistentin namens Isidora (Andrea Gabriel verkörpert sie mit Live-Kamera).

Der schafft sie mit lässiger Handbewegung an, was sie ihren Gästen vorzusetzen wünscht. So viel Auswahl! Sie weiß gar nicht, an was sie zuerst denken soll. An ihren Fingern hängt Stoff, wie verlängerte Spitzen, mit denen die Wischbewegungen akzentuiert werden. Simsalabim! Schon steht eine Vorspeise virtuell auf dem nur scheinbar gedeckten Tisch.