Übernahmen und Fusionen nehmen 2011 deutlich zu

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Laut einer Studie der Boston Consulting Group und der UBS plant jede sechste europäische Firma im nächsten Jahr eine größere Akquisition. Es sei aber auch zu erkennen, dass die Unternehmen vorsichtig agieren.

Wien. Im Jahr 2011 plant jedes sechste europäische Unternehmen, eine signifikante Akquisition durchzuführen, heißt es in einer Studie der Boston Consulting Group und der UBS, wobei rund 180 Firmenchefs und Führungskräfte von europäischen Börsenfirmen befragt wurden.

Die Autoren der Studie glauben daher, dass der Markt für Übernahmen und Fusionen (Mergers & Acquisitions, kurz: M&A) im kommenden Jahr langsam in Schwung kommen wird. Der Optimismus der Firmen hinsichtlich der M&A-Aktivitäten in Europa entspreche dem Niveau des Jahres 2005 – zwei Jahre vor Erreichen des Rekordwertes 2007, heißt es in der Studie weiter.

Trotzdem sei anhand der Umfragen auch zu erkennen, dass die Unternehmen weiterhin vorsichtig agieren, sagen die Autoren. Die meisten Unternehmen planen demnach keine Übernahmen außerhalb ihrer eigenen Branche, 76 Prozent der Befragten rechnen vielmehr damit, dass viele Deals zum Zweck der Konsolidierung durchgeführt werden.

Geld dürften Europas Firmen genug in ihren Kassen haben, um ihre Akquisitionen zu forcieren. Die Strategen von Morgan Stanley schrieben etwa im Sommer, dass die Firmen auf liquiden Mitteln im Wert von 800 bis 900 Mrd. Euro sitzen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.12.2010)

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