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Dringlichkeitsanfrage

40.000 Cyber-Angriffe auf Land Kärnten am Mittwoch

An einem Tag hat es über 40.000 Überlastungsanfragen auf die IT-Systeme des Landes gegeben. Die FPÖ bereitete für die Sitzung des Kärntner Landtags eine Dringlichkeitsanfrage vor.

Der Hackerangriff auf die Kärntner Landesverwaltung hat am Donnerstag auch den Kärntner Landtag beschäftigt. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sagte im Rahmen der Fragestunde, wie schon in den Tagen zuvor hatte es auch am Mittwoch erfolglose Angriffe auf das IT-System gegeben, Kaiser nannte 40.000 Überlastungsanfragen. Die FPÖ bereitete für die Sitzung eine Dringlichkeitsanfrage mit 45 Fragen an den Landeshauptmann vor, der Tagesordnungspunkt war für Mittag anberaumt.

Kaiser erklärte, der Angriff auf das Land Kärnten sei "leider kein Einzelfall", nicht einmal das Pentagon, das Verteidigungsministerium der USA, sei vor Hackerangriffen geschützt: "Überall dort, wo Menschen Dinge entwickeln, werden es wiederum Menschen sein, die das überwinden, hacken, knacken können." Man dürfe nicht außer Acht lassen, dass es sich dabei um ein Verbrechen handelt, so Kaiser, der einmal mehr betonte, dass man der Lösegeldforderung - die Hacker verlangen von Kärnten fünf Millionen Dollar - nicht Folge leisten werde.

Angriffe durch Versicherungsschutz nicht gedeckt

Auf das eigentliche Thema der Anfrage, welche Maßnahmen das Land gegen Cyberangriffe gesetzt hätte, wollte Kaiser nicht näher eingehen: "Ich möchte in der öffentlichen Darstellung nicht Informationen preisgeben, die gegen das Land eingesetzt werden könnten." Allgemein nannte er "Prozesse und Richtlinien, Awareness-Schulungen, Infrastrukturmaßnahmen, sowie weitere Maßnahmen und Risikominimierungen". In der jetzigen Situation baue man das IT-System komplett neu auf - dass das funktioniere, habe sich bei den letzten Angriffsversuchen gezeigt.

Momentan hat das Land Kärnten keinen Versicherungsschutz, mit dem Schäden durch Cyberangriffe und deren Folgen abgedeckt wären, gab Kaiser auf Anfrage des Team Kärnten-Abgeordneten Hartmut Prasch an: "Ein Angebot, das vor zwei Jahren gestellt wurde, war damals als unzureichend qualifiziert worden, es gibt also momentan keine Versicherung." Er habe umgehend eingeleitet, dass Angebote diesbezüglich eingeholt werden, sagte Kaiser, auch wenn das im IT-Bereich schwierig sei: "Wenn die Versicherungen abgeschlossen sind, sind sie bereits veraltet. Aber wir werden uns bemühen, neue Wege zu gehen."

(APA)