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M-Eilensteine

Noch ein Jubiläum, das heuer gefeiert sein will.

Der wichtigste Buchstabe bei BMW ist der in der Mitte. Mit dem M vergoldet der Hersteller sein Sortiment durch ein Aufgebot an Performance-Modellen, aber auch mit Ausstattung und Dekor, das einfach nur schneller aussieht. Der Zündfunke für das lukrative Business war die Gründung der BMW Motorsport GmbH vor 50 Jahren. Die kümmerte sich zunächst um die namensgebenden Belange, das erste richtige M-Fahrzeug kam 1978 auf die Straße: der M1, ursprünglich als Homologationsmodell für den Einsatz im Rennsport gedacht. Mittelmotor-Extravaganz, Supercar-Aura und rare Sichtung. Weniger als 500 Exemplare des damals teuersten Autos Deutschlands entstanden.

Die wahre M-Ikone ist freilich der erste M3, dessen Wertschätzung ungebrochen ist, weil er das Idealbild der Gattung verkörpert – und dafür reichte im Motorraum ein Vierzylinder. Leichtbau war die Kerndisziplin. Wie weit sich das Label gedehnt hat, um es höflich zu sagen, zeigen die aufgeblasenen X-Varianten heute: SUVs als Testosteron-Dickerchen im Zuckerrausch – Materialschlacht statt rennsportliche Effizienz.

Umso lieber denken wir an den famosen M3 CSL zurück, eine Ausnahmeerscheinung in vielerlei Hinsicht. Schon der Kaltstart frühmorgens vor dem Fotoshooting – das rangiert im geistigen Autoquartett ganz weit oben. Nicht viel drunter der crazy M5 auf Basis E60/E61 ein: Sequenzielles Getriebe, hochdrehender 507-PS-Zehnzylinder im (optionalen) Kombi – viel wilder sollte es nicht mehr kommen.

Die heutigen Geheimtipps sind die kleinen Baureihen 1er und 2er, die ein M abbekommen. Nachdem nach 50 Jahren an Zylinderzahl – 4, 6, 8, 10 – fast alles durch ist, bricht nun die elektrische Ära an. Wie der i4 M50 zeigt, müssen sich auch Fans der alten Schule davor nicht fürchten.

(c) Mathias Böhm

BMW M3 (E30, 1986-1991)

Grundstein der Legende: Kein frisiertes Serienauto, sondern Maßaufbau mit Rennsporttechnik. In DTM-Version sagenhaft erfolgreich.

Motor: R4-Zylinder, 2302 ccm
Leistung: 200 PS bei 6750/min
Gewicht: 1200 kg
Vmax: 235 km/h

(c) Mathias Böhm

BMW M3 CSL (E46, 2003-2004)

Den hätten alle gern: Nur 1383 Stück entstanden vom leichtgewichtigen Sondermodell CSL:17 PS mehr, 110 kg weniger. Dach aus Sichtcarbon.

Motor: R6-Zylinder, 3246 ccm
Leistung: 360 PS bei 7900/min
Gewicht: 1383 kg
Vmax: 280 km/h

(c) Mathias Böhm

BMW M5 (E60 , E61, 2005-2010)

Motorblock aus der Formel-1-Gießerei, Drehzahl bis
8250/min: Gepflegter Wahnwitz zur Zeit des F1-
Engagements, originell (und rar) in Touring-Variante.

Motor: V10-Zyl., 4999 ccm
Leistung: 507 PS bei 7750/min
Gewicht: 1850 kg
Vmax: 305 km/h

(c) Mathias Böhm

BMW M3 (E90, E92, E93, 2007-2013)

Als Coupé, Limousine und Cabrio; erstmals mit hochdrehendem Sauger-V8. Der Nachfolger kam wieder mit Reihensechser – schon mit Turbo.

Motor: V8-Zylinder, 3999 ccm
Leistung: 420 PS bei 8300/min
Gewicht: 1680 kg
Vmax: 280 km/h

(c) Mathias Böhm

BMW M4 (G82, G83, seit 2020)

Aktueller Stand der Dinge, mit dem elektrischen Aufgebot (i4 M) schon im Nacken. Erstmals wieder mit CSL-Variante, heißt heute: 1625 kg nach DIN.

Motor: R6-Zyl.-Turbo, 2993 ccm
Leistung: 480 PS bei 6250/min
Gewicht: 1700 kg
Vmax: 290 km/h