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Analyse

Die Lehren aus dem Staatsversagen in Sri Lanka

Das Drama des bankrotten Inselstaats droht sich in anderen Schwellenländern zu wiederholen. Denn der Mix aus internen Krisen, Inflation, Schuldenkrise sowie gefährlichen Abhängigkeiten ist nicht nur in Südasien toxisch.

Die einst beliebte Ferieninsel Sri Lanka droht Asiens verlorenes Paradies zu werden. Das südasiatische Land, das die Weltbank vor gar nicht so langer Zeit als „Südasiens Erfolgsgeschichte“ gepriesen hat, ist zum Lehrbeispiel für Staatsversagen geworden. Das Land ist bankrott, hat kein Geld mehr, Strom zu produzieren, Nahrungsmittel oder Medikamente zu importieren. Erwartet wird demnächst eine Teuerung von 40 Prozent: Durchschnittliche Familieneinkommen reichen nicht mehr aus, um Lebensnotwendiges zu kaufen.

Erstmals seit Jahrzehnten ist der Hunger zurück, jedes vierte Schulkind ist davon bedroht. Die Lage verschlimmert sich rasant: Am Freitag rief die UNO wegen der sich anbahnenden Hungerkrise zu „sofortigen Spenden“ auf.