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Im Schloss Poysbrunn sind ab 7.  Juli die „Bremer Stadtmusikanten  – neu vertont“ zu ­sehen.
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Theatersommer

Was der Sommer auf die Bühnen bringt

Von Krimi und Geisterbahn über Existenzielles bis zur Komödie: Auch diesen Sommer ist wieder die ganze Welt Bühne.

Was macht ein Erlebnis zum Abenteuer? in den Bunker von Mödling hinabzusteigen, im Sommer hat es in den dunklen Gängen dort zwischen 12 und 15 Grad, ist schon per se ein Abenteuer. Doch „Aventura“ heißt auch das Stück, das Bruno Max dort heuer inszeniert. In den kilometerlangen verschlungenen Gängen des Luftschutzstollens Mödling machen sich rund fünfzig Abenteurerinnen und Abenteurer auf die Suche nach einer Antwort durch ganz unterschiedliche virtuelle, fantastische, erotische und lebensgefährliche Abenteuer quer durch Weltliteratur und Populärkultur. Bruno Max, der seit 1999 das Theater im Bunker betreibt, leitet auch das Theater zum Fürchten, die Scala und das Stadttheater Mödling. Er hat ein Gespür für ungewöhnliche Spielorte. Den Bunker in Mödling beschreibt er als „Geisterbahn“: Die Schauspieler sind die Geister und die Zuschauer sind die Wagerl, die durchfahren. Alle 15 Minuten startet eine neue Gruppe und trifft auf eine Szene, eine neue Geschichte.

Fantastisch-erotische „Aventura“ im Mödlinger Luftschutzstollen.
Fantastisch-erotische „Aventura“ im Mödlinger Luftschutzstollen.(c) © Bettina FRENZEL

Nicht ganz ernste Fragen

Eine – weniger gruselige – Freiluftbühne, die wegen Corona geschaffen wurde, ist das „Theater im Park“ beim Wiener Belvedere. Michael Niavarani und Georg Hoanzl haben es 2020 in Windeseile aus dem Boden gestampft, die Familie Schwarzenberg öffnete den Privatgarten ihres Palais für die Vorstellungen. Jonas Kaufmann ist dort heuer ebenso zu hören wie die Musicbanda Franui oder Ernst Molden und der Nino aus Wien. Und natürlich steht viel Kabarett auf dem Programm: Gleich zum Auftakt, ab 19. Mai, präsentieren Niavarani und das Simpl-Ensemble die „Geschichte der Komödie“. Was war der erste Witz der Menschheit? Wie lustig waren die Komödien zur Zeit der Völkerwanderung? Ging es im Mittelalter auf der Bühne wirklich nur ums Furzen? Und warum ist die Geliebte von Alexander dem Großen auf dem Philosophen Aristoteles geritten? War Shakespeare ein Komiker? Hat Mozart Emanuel Schikaneder als Wastl aus Tirol gesehen? Warum ist Molière nach der Vorstellung des „Eingebildeten Kranken“ verstorben? Wäre Carlo Goldoni ein guter Burgtheaterdirektor gewesen? Und besonders lächerlich: Warum spielen alle Theater, immer wenn sie Geld brauchen, „Pension Schöller“? Werden diese Fragen beantwortet? Egal! Jedenfalls wird in diesem „Seminar“ ein „Basislachen“ vermittelt! Bauchreden, Stand-up-Comedy und Zauberkunst vermittelt „Tricky Nicky“ am 24. Mai, und Kabarettistinnen wie Omar Sarsam, Alex Kristan, Lydia Prenner-Kasper, Viktor Gernot, Lisa Eckhart sind Fixstarter im Theater im Park.