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Quergeschrieben

Wo bleibt die Frauensolidarität für Laura Sachslehner?

Allein in der ÖVP-Zentrale: Selten wurde jemand in der Politik so rasch, so brutal verheizt wie die Hausherrin in der Wiener Lichtenfelsgasse.

Es ist schon wieder passiert. Eine Personalentscheidung war von Anfang an mit freiem Auge als falsch erkennbar. Dennoch war zu hoffen, die Vorbehalte könnten ein Irrtum sein. Jetzt stellt sie sich als Katastrophe heraus. Schlimmer noch als alle zuvor.

Besonders tragisch ist die Bestellung von Laura Sachslehner (28) zur Generalsekretärin der ÖVP im Dezember 2021, weil niemand in der ÖVP Karl Nehammer davon abgehalten und niemand die Jungpolitikerin aus dem Team Kurz vor der totalen Überforderung „gerettet“ hat: Lass Dir Zeit, es ist zu früh! So oder so ähnlich. Nehammer wird sich vorwerfen lassen müssen, entweder aus falscher Einschätzung der Person, aus Panik zu einer raschen Entscheidung gedrängt oder als Verbindungssignal zum Kurz-Zeitkanzler eine Jungpolitikerin ruiniert zu haben.

Spätestens bei ihrem Auftritt am ÖVP-Parteitag muss dies der Führungsriege der Partei klar geworden sein. Dort und seither in Interviews legt sie ein atemloses, roboterhaftes Verhalten an den Tag, bei dem sie ständig Phrasen wie „Die Staatsbürgerschaft ist ein hohes Gut“ und „Wir als ÖVP“ oder den immer wiederkehrenden Satzanfang „Schauen Sie“ wiederholt. Gegen Sachslehners Art der eingefrorenen öffentlichen Kommunikation war jene von Ex-Ministerin Christine Aschbacher von flexibler Kreativität.