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Verkehr

ÖBB-Railjet verliert Tür – in voller Fahrt

Ein ÖBB-Railjet verlor während der Fahrt seine Türe.
Ein ÖBB-Railjet verlor während der Fahrt seine Türe (Archivbild).(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Während die ÖBB mit negativem Image zu kämpfen haben, verkündet die Westbahn die nächste Jubelmeldung.

Steigende Temperaturen, verlängerte Wochenenden und das Wegfallen vieler Coronabeschränkungen wecken die Reiselust. Während die Westbahn eine Jubelmeldung nach der anderen verkündet, kämpfen die ÖBB mit vollen Zügen und negativen Schlagzeilen.

Nicht nur Fahrgäste werden bei Überfüllung der Züge hinausgebeten, sondern auch Türen öffnen sich – ungebeten. Am Freitag um 6.40 Uhr öffnete sich plötzlich eine Ladetüre beim Speisewagen des Railjets 540 während der Fahrt zwischen Tullnerfeld und St. Pölten. Sie wurde regelrecht aus der Verankerung gerissen. Die Scheibe der Nebentür zersprang. Verletzt wurde niemand.

„Fest steht, dass der Speisewagen zwar im Wagenverbund mitgeführt wurde, jedoch nicht in Betrieb war – das heißt, es waren auch keine Fahrgäste in diesem Waggon“, so ÖBB-Sprecher Daniel Pinka zur „Presse“. Der Zug fuhr danach mit offener Tür zur nächsten Haltestelle (St. Pölten) weiter, wo die unverletzten Fahrgäste schließlich in andere Züge umsteigen mussten.

Warum dieses Problem bei dieser Tür aufgetreten ist, sei derzeit Gegenstand der Untersuchungen und Auswertungen. „Wenn ein Waggon nicht in Betrieb genommen wird, sind eigentlich alle Türen gesperrt. Es wird jetzt untersucht, warum sich diese Tür trotzdem geöffnet hat“, sagte Sprecherin Gabi Zornig.

Die Strecke war infolge des Vorfalls zwischen Wien Meidling und St. Pölten gesperrt – um 12 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben.

Westbahn erweitert Fahrplan

Während sich die ÖBB um derartige Vorfälle kümmern müssen, erweitert die Westbahn inzwischen ihren Fahrplan zwischen Wien und Salzburg erneut. Damit ist die Westbahn künftig bis zu 57-mal pro Tag auf dieser Strecke unterwegs.

Ab Sonntag gibt es einen durchgehenden 30-Minuten-Takt – ausgenommen sind drei Lücken um die Mittagszeit. Von Wien-Westbahnhof starten die Züge nun zehn Minuten nach der halben und vollen Stunde. Die Fahrzeit verkürzt sich auch um vier Minuten.

Der Fahrplan wurde damit zum dritten Mal seit Dezember erweitert. Zusätzlich fahren die Doppeldeckerzüge ab 2. August bis zu sechsmal täglich je Richtung zwischen Wien und München.