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Auktion

14,4 Mio Euro für eine Leica: Die Geschichte der teuersten Kamera der Welt

Die Barnack-0-Serien-Leica mit der Serienummer 105
Die Barnack-0-Serien-Leica mit der Serienummer 105(c) LEICA CAMERA CLASSICS
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1923 testeten die deutschen Leitz-Werke die ersten Kleinbildkameras der Welt. Die Leica, mit der ihr Erfinder, Oskar Barnack, privat fotografiert hat, wurde am Samstag um 14,4 Millionen Euro versteigert.

Als der Hammer fällt, ist es mucksmäuschenstill in dem kleinen Saal. „Und zum Dritten", sagt Wolfgang Pauritsch und schlägt mit dem Holzhammer auf das Pult. 14,4 Millionen Euro (inklusive Gebühren) für einen Fotoapparat - das hat es bisher noch nie gegeben. Die Anspannung in dem Saal im zweiten Stock der Leica-Zentrale im deutschen Wetzlar, die während der ganzen Versteigerung des Loses Nummer fünf an diesem Samstagvormittag geherrscht hat, entlädt sich mit lautem, lang anhaltendem Applaus.

Die Kamera, die von einem unbekannten asiatischen Käufer ersteigert wurde, ist nicht einfach nur irgendeine Kamera. Es ist eine spezielle Nullserien-Leica, von der vor fast 100 Jahren nur 23 oder 24 Stück - so genau weiß das niemand mehr - hergestellt wurden. Aber selbst das zeichnet sie noch nicht aus. Was sie auszeichnet: Es ist jener Prototyp, mit dem der Erfinder der Kleinbildfotografie fotografiert hat. Es ist die Privatkamera von Oskar Barnack.