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Interview

Schutz vor Diskriminierung? „Jeden Millimeter erkämpfen“

Die 26. Ausgabe der Wiener Regenbogenparade ist am Samstag nach zwei Jahren Pandemie-Pause wieder in voller Größe über die Bühne gegangen
Die 26. Ausgabe der Wiener Regenbogenparade ist am Samstag nach zwei Jahren Pandemie-Pause wieder in voller Größe über die Bühne gegangen.REUTERS
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Rechtsanwalt Helmut Graupner kämpft seit Jahren für LGBTIQ-Rechte und hat die Ehe für alle in Österreich durchgesetzt. Eine völlige Gleichstellung gibt es bis heute nicht, etwa im Restaurant oder bei der Wohnungssuche.

Sie haben mit Ihren Mandanten viele Rechte für homosexuelle und queere Menschen erkämpft. Die Ehe für alle etwa oder das Recht, ein drittes Geschlecht eintragen zu lassen. Braucht es Veranstaltungen wie die Pride überhaupt noch?

Helmut Graupner: Ja, auf jeden Fall. Wir haben bis heute keine vollständige Gleichstellung. Gleichgeschlechtliche Paare können heiraten, eingetragene Partnerschaften schließen oder Familien gründen, da sind wir Weltspitze. Aber außerhalb des Ehe- und Familienrechts schaut es traurig aus.

Aus welchem Grund?

In Österreich ist es nach wie vor völlig legal, dass man außerhalb der Arbeitswelt aufgrund der sexuellen Orientierung diskriminiert wird. Sie dürfen Menschen aus dem Taxi oder einem Restaurant werfen oder sich weigern, ihnen Waren zu verkaufen. Sie dürfen in höheren Schulen diskriminieren oder sich weigern, eine Wohnung an ein Frauenpaar zu vermieten.