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Wiener Originale

Hermann Leopoldi: Trotzdem Ja zum Leben sagen

Wiens populärster Alleinunterhalter begeistert Intellektuelle, reißt aber auch das Vorstadtpublikum zu Beifallsstürmen hin. Trotz vieler Katastrophen bleibt Hermann Leopoldi lebenslang Optimist.

Hermann Leopoldi. Im Wiener Vorort Gaudenzdorf als Hermann Kohn geboren, bricht er die Handelsschule nach einem Jahr ab, die Lehre bei einer Galanterie-Großwarenhandlung am Graben langweilt ihn, „sieben Monate lang hab' ich nichts als abgestaubt“.

Vater Leopold Kohn – die offizielle Änderung des Familiennamens in Leopoldi erfolgt 1921 –, der als Pianist in einer Tanzschule und in Kaffeehäusern wie dem Café Reklame sein Geld verdient, bringt seinen beiden Söhnen das Klavierspielen bei und bemüht sich auch um Engagements für Ferdinand und Hermann. Bereits 1904 tritt der dickliche Hermann als Pianist auf. Auf einer Tournée durch kleine Städte Niederösterreichs. Schon damals ist der Weg für den 16-jährigen Meidlinger Buam zum Kapellmeister, Klavierhumoristen und Komponisten vorgezeichnet.