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2021 in Cannes, derzeit in heimischen Kinos, je nach Vorliebe mit verschiedensprachigen Tonspuren und Untertiteln: Mamoru Hosodas Animedrama „Belle“.
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Trickfilme

Große Augen, größere Gefühle: Warum Animes auf dem Vormarsch sind

Ob auf Netflix oder im Kinderzimmer: Animes – Trickfilme und -serien nach japanischem Vorbild – sind weltweit auf dem Vormarsch. Wie kam es dazu? Und was zeichnet sie aus?

Ein Bub besteigt einen Zug, dessen Passagiere regelmäßig auf mysteriöse Weise verschwinden. Hier trifft er auf einen Dämon, der mit den Waggons verschmolzen ist. Im Kampf gegen diese Nachtgestalt muss der Jungspund seelisch versklavte Menschen abwehren, die seine Träume heimsuchen. Zur Seite steht ihm ein wilder Muskelprotz mit Eberkopf. Und seine von bösen Mächten besessene Schwester, die er geknebelt in einer Kiste mit sich herumschleppt.

Soweit der Plot eines der erfolgreichsten Animationsfilme aller Zeiten – nach Erlös bemessen sogar der weltweit einträglichste Film überhaupt im coronagebeutelten Kinojahr 2020. Die Rede ist von „Demon Slayer: Mugen Train“. Finden Sie die Handlung dieses Megahits seltsam? Dann haben Sie wohl nie etwas von Animes gehört!

Ani-was? Gemeint ist der Sammelbegriff für Zeichentrickfilme aus Japan – dort schlicht ein Kürzel für jede Form von Animation. Ihre Ästhetik wurzelt im Inselstaat, reüssiert aber international. Längst sind Animes kein Nischenphänomen mehr, sondern lukrative Massenunterhaltung, besonders beliebt bei den Jüngeren. Auch in Österreich, wo Fan-Events wie die Aninite Zigtausende Besucher anziehen. Animefilme laufen hierzulande nicht nur bei Festivals wie dem Slash oder dem Japannual, sondern immer öfter auch regulär im Kino – so auch „Mugen Train“. Ihre Poster sowie jene japanischer oder US-amerikanischer Animeserien wie „Naruto“ und „Avatar“ zieren etliche heimische Kinderzimmer.