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Pizzicato

Kälteschock im Supermarkt

Kürzlich, in einem Supermarkt jener Kette, deren Name die Aufforderung darstellt, nicht zu viel Geld auszugeben, traf mich fast der Schlag.

Da war's kalt wie im Iglu! Bei 30 Grad draußen lief die Klimaanlage volle Kanne, und man gewöhnte sich auch nicht daran. Erdbeeren und Gurken waren schon richtig hart, im Mineralwasser trieben Eisklumpen – okay, das war jetzt übertrieben, aber es tönte auch noch Dodelpopmusik, und manchmal fragt man sich, wieso dermaßen heruntergekühlt wird.

Man kennt diese Kältemanie etwa aus Amerikanien, wo's in Restaurants, Supermärkten etc. oft auch so freezing ist, dass man sich nach einem Eisbärenfellmantel sehnt. Aber diese Filiale von Eisbergistan lag noch dazu völlig unurban in der Pampa südlich von Wien!

Dazu passt diese Meldung aus Griechenland: Die Regierung hat dekretiert, dass Behörden ihre Räume nicht unter 26 Grad Celsius kühlen dürfen. Man will so zehn Prozent der Stromkosten im Staatssektor einsparen. Hm, klingt cool. Das wär doch ein Vorbild für alle Arbeitgeber: Aus mit dem Herunterkühlen, lasst die Sonne ins Büro! Ermuntert eure Leute zum Tragen schicker Hawaiihemden, luftiger Sommerkleider und Sarongs, stellt Cocktailbars auf und lasst Bob Marley und Billy Ocean sounden! Wetten, da kommen sie gern wieder zurück aus dem Home-Office, harhar.

Reaktionen an: wolfgang.greber@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.06.2022)