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Tirol

Tirols Landeshauptmann Platter zieht sich zurück

Günther Platter war Verteidigungs- und Innenminister, ehe er 2008 nach Tirol wechselte. Bei den Landtagswahlen 2013 und 2018 sicherte er der ÖVP weiterhin die Führungsrolle. Zuletzt gerieten Platter und die Tiroler ÖVP in Sachen Pandemiemanagement unter Druck (Archivbild).
Günther Platter war Verteidigungs- und Innenminister, ehe er 2008 nach Tirol wechselte. Bei den Landtagswahlen 2013 und 2018 sicherte er der ÖVP weiterhin die Führungsrolle. Zuletzt gerieten Platter und die Tiroler ÖVP in Sachen Pandemiemanagement unter Druck (Archivbild).Georges Schneider / picturedesk.
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Tirols Landeshauptmann Günther Platter will sich nach 14 Jahren im Amt zurückziehen. Anton Mattle soll ihn ablösen und die Tiroler ÖVP im Herbst in vorgezogene Neuwahlen führen. Mattle ist seit einem Jahr in der Landespolitik - und ein deklarierter „Schwarzer“.

Wie Sonntagabend bekannt wurde, zieht sich der langjährige Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zurück und wird am Montag Anton Mattle - seit einem Jahr Wirtschaftslandesrat in Tirol - als seinen Nachfolger vorschlagen. ÖVP-Parteikreise bestätigten der „Presse“ einen entsprechenden Bericht der Online-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung". Die für 2023 angesetzte Landtagswahl soll auf Herbst vorverlegt werden. Details will die Tiroler ÖVP zu Mittag in einer Pressekonferenz bekanntgeben.

Dass Platter sich aus der Politik zurückzieht, ist keine große Überraschung. Nach Jahren in der Spitzenpolitik - Platter war Verteidigungsminister, Innenminister und seit 2008 Tiroler Landeshauptmann, war der ÖVP-Politiker nicht mehr unumstritten. Vor allem im Pandemiemanagement ist vieles nicht rund gelaufen, Tirol galt für viele als Negativbeispiel - speziell in der ersten Phase, als sich das Virus von Ischgl aus über ganz Europa verbreitete. Platter hat lange Zeit offen gelassen, ob er bei der Landtagswahl, die turnusmäßig im kommenden Jahr stattfinden sollte, nochmals antreten will. Das ist nun nicht der Fall - offen bleibt, ob der Landeschef von seinen Parteifreunden zum Rückzug gedrängt wurde, oder ob er es sich aufgrund wenig aussichtsreicher Erfolgsprognosen noch einmal antun wollte.

Eigentlich stand Walser in den Startlöchern

Ein Statement setzt Platter mit der Auswahl seines Nachfolgers. Denn eigentlich wäre ein anderer in den Startlöchern gestanden: