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Frankreich

Die Mehrheit von Präsident Macron wackelt gewaltig

APA/AFP/LUDOVIC MARIN
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Der Linke Mélenchon feiert jetzt schon und will Premier werden.

Noch ist nichts verloren, kann sich Emmanuel Macron nach dem ersten Durchgang der Parlamentswahlen am Sonntag sagen. Dennoch haben die Kandidaten seiner Zentrumsallianz Ensemble nicht so gut abgeschnitten, wie er dies nach seiner Wiederwahl als Staatspräsident erwartet hatte. In Anbetracht der enttäuschenden Ergebnisse für mehrere kandidierende Minister und andere prominente „Macronisten“ ist die Enttäuschung groß im Präsidentenpalais: Die bisherige absolute Mehrheit für Macron in der Nationalversammlung wackelt bedrohlich.

Die linke Wahlunion, die „Neue Ökologische und Soziale Volkspartei“ (Nupes), dagegen jubelt schon. Ihr linkspopulistischer Chef Jean-Luc Mélenchon ist überzeugt, dass er Frankreichs nächster Premierminister werde könne. Angesichts des sehr knappen Ergebnisses (Linke und Zentristen liegen etwa gleichauf bei 26 Prozent) kann von einem klaren Sieg nicht wirklich gesprochen werden. Trotzdem mobilisiert Nupes weiterhin mit der Perspektive eines Regierungswechsels nach der zweiten Runde am 19. Juni. Denn vergangenen Sonntag wurde deutlich, wie unzufrieden die Wähler mit ihrem Präsidenten sind.

Dessen Macht steht auf wackeligen Beinen: Schon bei den Präsidentschaftswahlen hatte Macron im ersten Wahlgang das Vertrauen von nur 28 Prozent erhalten. In der Stichwahl stimmten dann aber viele für ihn, weil sie ihn als kleineres Übel der Rechtspopulistin Marine Le Pen vorzogen. Das relativiert die Mehrheit, mit der Macron – ähnlich wie schon seine Vorgänger auch – gewonnen hat. Die Wähler wollten ihm das am Sonntag vielleicht auf ihre Art mit einem Denkzettel in Erinnerung rufen.

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