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Tirol.

„Jetzt ist genug“: Platter übergibt an „nervösen“ Mattle

PK OeVP TIROL NACH LANDESPARTEIVORSTAND: PLATTER/MATTLE
APA/EXPA/JOHANN GRODER
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Der langjährige Landeshauptmann Günther Platter tritt ab, am 25. September soll vorzeitig gewählt werden.

Montag, 12.30 in der Villa Blanka in Innsbruck: Landeshauptmann Günther Platter und Landesrat Anton Mattle treten vor die Medien und verkünden das, was schon am Vorabend durchgesickert war: Der Landeshauptmann hat sich entschlossen, zur nächsten Wahl nicht mehr anzutreten und er hat gleich seinen Nachfolger auserkoren: Eben Mattle, den er erst vor einem Jahr in die Regierung geholt hat.

Bis zur Wahl bleibt Platter im Amt, alles andere wäre auch schwierig durchzusetzen gewesen. Natürlich wäre für Mattle das Amt im Wahlkampf hilfreich – aber warum sollte der Koalitionspartner, die Grünen, ihm diese Bühne bieten, geschweige denn eine der Oppositionsparteien? Die Grünen (wenn er die Koalition nicht aufkündigen will) oder eine der Oppositionsparteien (SPÖ, FPÖ, Neos oder Liste Fritz) benötigt Mattle aber ohnehin, wenn er seinen Wunsch nach vorgezogenen Neuwahlen durchsetzen will. Schon Montagabend startete er Parteienverhandlungen dazu. Angepeilt wird der Wahltermin 25. September. Ursprünglich sollte erst 2023 gewählt werden. Zumindest der Koalitionspartner gibt sich noch zurückhaltend: Man sei gewählt, um zu arbeiten, und wolle dies bis zum regulären Wahltermin machen, sagte Klubchef Gebi Mair, der als Spitzenkandidat in die kommende Wahl ziehen wird. Die Grünen seien aber für Verhandlungen bereit.