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Wiener Ansichten

Michaelerplatz: Vergänglich wie ein Pflasterstein

Als wär's noch k. u. k.: Straßenpflaster . . .wf
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Was selbst den härtesten Granit kleinkriegen kann. Oder: Vom Rumpeln als Geschichtserfahrung.

Bekanntlich bleibt nichts, wie es ist. Und das ist uns durchaus unbequem. Wiewohl wir so oft froh sein müssten, dass sich Gegebenes verändern kann (schließlich ist nicht alles schön, was schwindet), behält es doch etwas Beunruhigendes, selbst jenen Bestand, den wir felsenfest vermuten, unbeständig wie uns selber zu erleben.

Nehmen wir den Wiener Pflasterstein: Würfel für Würfel aus härtestem Granit geschlagen, knapp 17 Kilogramm schwer das Stück, strahlt er ewige Unantastbarkeit aus: Mir kann keiner was! Doch leider, so dicht können Feldspat, Quarz und Glimmer nicht vereinigt sein, dass nicht auch sie das Los alles Irdischen ereilen würde.