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Justiz inoffiziell

Wie geheim darf Grassers Steuerprozess wirklich sein?

Karl Heinz Grasser vor Verhandlungsbeginn am Montag.
Karl Heinz Grasser vor Verhandlungsbeginn am Montag.APA/ROLAND SCHLAGER
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Gegen den Ex-Minister wird wegen Steuerhinterziehung verhandelt. Dabei ist die Öffentlichkeit komplett ausgeschlossen. Das sorgt für Kritik.

Ein früherer Finanzminister steht – ausgerechnet – wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Und niemand darf zusehen. Dies geschieht aktuell im Straflandesgericht Wien.

Karl-Heinz Grasser und sein früherer Steuerberater haben (Beteiligung an der) Abgabenhinterziehung zu verantworten, wollen aber ihre Steuergeheimnisse (böse Zungen würden sagen: ihre Steuertricks) nicht offen abhandeln. Das ist verständlich.

Dennoch: Schießt ein rigoroser Ausschluss der Öffentlichkeit – nicht einmal beim bloßen Vortrag der Anklage war Publikum zugelassen – nicht übers Ziel hinaus? Schließlich existiert ein (in diesem Fall besonders großes) öffentliches Interesse. Und den Medien kommt auch noch die Funktion eines Public Watchdog zu.