Stromausfall

Bei einem Blackout werden Grazer Kirchtürme zu Leuchttürmen

Die Presse/Clemens Fabry
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Stadt und Diözese Graz rüsten sich: Im Fall eines längerfristigen Stromausfalls sollen Kirchen in „dezentrale Selbsthilfebasen" umgewandelt werden.

Seit Jahren warnen Fachleute vor einem Zusammenbruch des Stromnetzes. Die Frage sei nicht mehr ob, sondern wann es so zu einem sogenannten Blackout kommen wird. In der Steiermark sorgen die Stadt und die Diözese Graz nun für einen solchen Fall vor.

In einem ersten Schritt sollen Kirchtürme im Ernstfall zu mit Notstrom versorgten Leuchttürmen werden. Diese werden dann von speziell ausgebildeten Ehrenamtlichen aus den jeweiligen Pfarren betreut. Gestartet wird mit fünf katholischen und evangelischen Pfarren. Die Kirchen sollen dabei als eine Art Kommunikationsdrehscheibe fungieren, wenn Telefon, Internet & Co. plötzlich ausfallen.

Funkverbindung zum Krisenstab

Über städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll es in den Kirchen eine Funkverbindung zum Krisenstab der Stadt Graz geben. Deshalb werden dort auch Informationen zur aktuellen Lage zu erhalten sein. Dazu komme eine psychosoziale Akuthilfe und eine Versorgung mit einfachen Medikamenten, heißt es von Stadt und Diözese. Die Leuchttürme können aber keine Versorgung mit notwendigen Gütern gewährleisten, wird betont.

Finanziert wird dieses Projekt gemeinsam: Die Grundausstattung kommt von der Stadt, der weitere Betrieb wird weitgehend von der Diözese Graz-Seckau getragen. Es ist auch angedacht, das Modell auf weitere Gemeinden und Pfarren auszudehnen.>>> Warum die Blackout-Gefahr jetzt noch weiter steigt (Podcast)

>>> Ukraine-Krieg steigert Blackout-Gefahr

(schev)

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