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Porträt

Willibald Cernko: Der Arbeitersohn als Erste-Bank-Chef

In den Schoß gefallen war Cernko nichts. Die HAK-Matura absolvierte er auf dem zweiten Bildungsweg und statt an einer Elite-Uni holte er sich seinen Schliff beim österreichischen BundesheerAPA/HELMUT FOHRINGER
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Mit dem gebürtigen Steirer Willibald Cernko bekommt die Erste Group einen CEO, wie sie ihn noch nicht hatte. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, schaffte es der bald 66-Jährige ohne Studium, aber mit Ehrgeiz und Durchschlagkraft an die Spitze von Bank Austria und nun Erste.

Das Gerücht geistert schon seit Tagen durchs Land, Mittwochabend hat der Aufsichtsrat der Erste Group Fakten geschaffen. Willibald Cernko wurde zum CEO bestellt, sein Vertrag läuft bis 2024. Cernkos Kür war notwendig geworden, nachdem sein Vorgänger Bernd Spalt vor wenigen Wochen überraschend seinen Abgang verkündet hatte. Spalt war erst Anfang 2020 dem langjährigen Erste-Chef Andreas Treichl gefolgt.

Doch der passionierte Schachspieler Spalt stand bald auf verlorenem Posten, nachdem einige Topmanager die Erste verlassen hatten und das Vertrauen des Aufsichtsrats in ihn allmählich schwand. So wird nun eine neue Ära eingeläutet in der bürgerlichen Bank. Denn mit Willibald Cernko bekommt sie einen Chef, wie sie ihn bis dato nicht hatte. Ein Arbeiterkind aus St. Peter ob Judenburg, aufgewachsen in einfachen Verhältnissen mit vier Geschwistern und bald ohne Vater. Dieser verunglückte, als Willibald Cernko elf Jahre alt war.