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Eine verletzte Frau wird von ukrainischen Soldaten aus Lyssytschansk gebracht.
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Ostukraine

Ausharren unter dem Kugelhagel

Viele fliehen vor dem Krieg. Doch nicht wenige Bewohner verharren in den umkämpften Städten. Warten sie auf Putins Armee? Nicht unbedingt. Die Gründe fürs Bleiben sind vielfältig.

Der Mann am anderen Ende der Leitung schildert den beschwerlichen Alltag in der Donbass-Stadt Druschkiwka: Seit Mai gibt es kein Gas mehr, seit Kurzem auch kein fließendes Wasser. Nur das Stromnetz funktioniert noch. Viele Menschen haben sich tragbare elektrische Kochplatten gekauft, damit sie trotz Gasabschaltung etwas Warmes essen können. Der Krieg kommt näher. „Wir hören Schüsse und laute Explosionen. Sie sind nicht weit entfernt.“ Fast täglich fahren Evakuierungsbusse in Richtung Westen: nach Dnipro, Winnyzja, Riwne. Ein Telefonanruf reicht, um sich einen Platz zu sichern. Der Gesprächspartner will jedoch zuwarten. „Ich bin noch nicht bereit, meine Stadt zu verlassen“, sagt er.