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Offenheit

Zur Orientierung am Arbeitsplatz

(c) Marin Goleminov
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Erleben Mitarbeitende ihr Arbeitsumfeld als psychologisch sicher, tendieren sie dazu, aktiv Ideen einzubringen und kollaborativ zu arbeiten. Nicht nur im Pride Month.

Der Juni wird weltweit als Pride Month gefeiert. Für viele Unternehmen ein Anlass, um ihren Markenauftritt in den Farben des Regenbogens zu färben. Doch was nach außen kommuniziert wird, stimmt oft nicht mit der internen Unternehmenskultur überein: In Österreich verheimlicht jede fünfte queere Person ihre sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz, geht aus einer Studie des Sora-Institutes im Auftrag der Arbeiterkammer hervor. Hauptgründe dafür seien diskriminierende Kommentare, Gerüchte und Ausgrenzung. Rund 30 Prozent der queeren Personen in Österreich hätten bereits berufliche Benachteiligungen erlebt.

Energie besser investieren

„In Unternehmen braucht es die Bereitschaft für eine wertschätzende Organisationskultur. Führungskräfte sind gefordert, die Vielfalt an Perspektiven ihrer Mitarbeitenden für die unternehmerischen Ziele zu nutzen“, sagt Organisationsberaterin Astrid Weinwurm-Wilhelm, die sich ehrenamtlich als Präsidentin des Dachverbands Pride Biz zur Förderung von LGBTIQ+-Personen im Arbeitsleben engagiert.

Um das gesamte Leistungspotenzial im Job einzubringen, müsste auch die Persönlichkeit uneingeschränkt gezeigt werden dürfen, sagt sie, und weiter: „Wir sehen, dass im Unternehmenskontext sexuelle Handlungen mit sexueller Orientierung verwechselt werden – und das Thema zur Privatsache gemacht wird. Die sexuellen Handlungen sind tatsächlich privat, von allen Arbeitskräften. Die sexuelle Orientierung ist Teil unserer Persönlichkeit – und die können wir nicht an der Eingangstüre abgeben.“