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Kulturgeschichte

„Und das Lachen höret nimmer auf“

Barbara Klein (l.) und Krista Schweiggl vereinten ab 1984 als Chin & Chilla Feminismus und Kleinkunst.
Barbara Klein (l.) und Krista Schweiggl vereinten ab 1984 als Chin & Chilla Feminismus und Kleinkunst.[ Archiv Chin & Chilla ]
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Der Beruf „Kabarettist“ etablierte sich erst spät in Österreich. In den 1980ern bildeten sich viele
Spielstätten und Künstler-Agenturen. Das feministische Kabarett war weniger vernetzt als die männlichen Protagonisten.

Es hat ja nix 'geben. Wir ha'm ja nix g'habt.“ Der Spruch von Lukas Resetarits beschreibt die Situation der Kabarettisten im Österreich der 1970er. Das erzählt Iris Fink, Leiterin des Österreichischen Kabarettarchivs, die den dritten Band der heimischen Kabarettgeschichte finalisiert. Nach „Lachen im Keller“, der die Kleinkunst in Wien von 1900 bis 1945 behandelt, und „Und Lachen hat seine Zeit“, der die goldene Zeit um Karl Farkas, Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner nachzeichnet, geht es in „Und das Lachen höret nimmer auf“ um die Kulturgeschichte von 1970 bis 2000.

„Außer dem Simpl, das seit 1912 besteht, gab es keine Bühnen, keine Auftrittsmöglichkeiten für Kabarettisten in den 1970er-Jahren“, sagt Fink. Erst nach der Arena-Besetzung und in Folge der 68er-Proteste entwickelte sich hier ein linkes, studentisches Kabarett, das inhaltlich und formal neu war.