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Buchtipps

Seitenweise Wohn- und Designwelten

Kollaboratives Wohnen, nachhaltiges Bauen und individuelles Gestalten der Wohnumgebung: Einige aktuelle Publikationen zu neuen und nachhaltigen Trends in Architektur, Design und Alltagsleben.

Sich neues Wissen anzueignen ist anstrengend? Muss nicht sein: Mit einem guten Buch auf dem Sofa, im Garten oder der Terrasse abzuhängen und sich durch die Seiten zu schmökern, mag zwar retro sein, ist aber eben bewährt. Und wenn dabei auch nicht alles Gelesene hängen bleiben sollte, so hat man sich doch in neue Welten begeben, andere Denkweisen kennengelernt und vielleicht die eine oder andere Idee für das eigene Wohnen kreiert. Oder sich spontan sogar für ein ganz großes neues Projekt entschlossen, das umzusetzen eigentlich schon lang in einem geschlummert hat . . .

Urbane Wohnträume: Städtische Zentren sind Motoren für gesellschaftliche Veränderung. Mit 26 Stadthäusern, Geschoßwohnungsbauten und Wohnquartieren für Familien, Paare, Wohngemeinschaften und Singles zeigt das Buch von Sandra Hofmeister ein Spektrum aktueller Lebens- und Wohnmodelle. Von der Organisation des Grundrisses bis zum konstruktiven Detail werden unterschiedliche Bezugnahmen zur Stadt und zu sozialen Aspekten vorgestellt. Wie viel Öffnung und Abgrenzung zum Umfeld gibt es, welche Materialien werden eingesetzt, wie viel private Fläche und welche Gemeinschaftsbereiche eingeplant? Zudem wird dargelegt, wie Erweiterungen, Umbauten und Sanierungen dazu beitragen, ökonomischen und ökologischen Wohnanforderungen in der Stadt gerecht zu werden. „Zu Hause. Architektur zum Wohnen in der Stadt“, von Sandra Hofmeister, Verlag Edition Detail 2022

Die Bretter, die die Welt schonen: In Zeiten der Klimakrise und der Suche nach umweltschonenden Ressourcen kommt dem Material Holz für die Architektur besondere Bedeutung zu. In diesem Buch werden die gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten des Baustoffs Holz anhand von 30 Bauwerken unterschiedlichster Größenordnungen und Nutzungen vorgestellt. Von der kleinen Berghütte über mittelgroße Wohn- oder Schulbauten bis hin zu großen Bürogebäuden und Einrichtungen für Kultur und Freizeit reicht das Spektrum. „Holzbauten S, M, L. 30 x Architektur und Konstruktion“, von Sandra Hofmeister, Verlag Edition Detail 2022

Neues Leben für alte Höfe, Ställe, Werkstätten: Wohnen auf dem Land, in einem alten Haus mit viel Atmosphäre: Das ist der große Traum vieler Menschen. Dieses Buch von Thomas Drexel stellt rund 30 umgebaute Bauernhäuser, Ställe und Scheunen vor sowie frühere Wohn- und Handwerkerhäuser im Dorf. Die Projekte bieten eine Fülle von Inspirationen für Möglichkeiten des Umbaus und der Renovierung – von der denkmalgerechten Sanierung über die loft-artige Umgestaltung bis hin zum Einbau eines Passivhauses in eine alte Remise. Die Beispiele stammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: von der Nordsee bis zum Chiemgau, von Berlin bis Tirol, von Nordrhein-Westfalen über den Schwarzwald bis hin ins Engadin. „Alte Bauernhäuser: Renovieren und umbauen – Dorfhäuser, Bauernhäuser, Ställe, Scheunen, Wohn- und Handwerkerhäuser. Mit 200 Farbabbildungen und 60 Grundrissen“, von Thomas Drexel, Verlag Prestel 2022

Gemeinsame Sache: Als Pioniere solidarischen Wohnens und Räume alternativer Wissensproduktion können kollaborative Wohnprojekte zu selbstorganisierten, eine gemeinwohlorientierte Entwicklung positiv befördernden Städten führen. Die erste Ausgabe von TOUCH – Tactics of Urban Change – stellt wegweisende Wohnprojekte aus München, Wien, Bern und Zürich vor, die im Rahmen des Seminars „Vektoren der Veränderung“ am Labor für die alltägliche Stadt erforscht wurden. Es sind Fallstudien, die Bedingungen für kollaborative Wohnprojekte im D-A-CH-Raum abbilden und durch ihren Vergleich einen Beitrag zur Diskussion über neue Wohnmodelle leisten sowie mögliche zukünftige Veränderungsspielräume aufzeigen. „Kollaboratives Wohnen: Neun Fallstudien“, Labor für die alltägliche Stadt (Hrsg.), M Books 2022

Material–Potenzial: Die Baubranche beginnt umzudenken. Denn es braucht eine konstruktive Entwurfskultur, die neue Wege im Umgang mit Baumaterialien aufzeigt. „Beyond Concrete. Strategien für eine postfossile Baukultur“ versammelt Beiträge des Symposiums „Constructive Futures – Beyond Concrete“, das den Auftakt für das Studienjahr 2021/2022 am Institut Architektur der Fachhochschule Nordwestschweiz bildete. Es bot Anlass, darüber nachzudenken, wo die Bau- und Planungsbranche derzeit steht und warum ein grundlegender Wandel unabdingbar erscheint. Der erste Teil verschafft einen generellen Überblick über die Herausforderungen des Bauens für eine postfossile Gesellschaft. Im zweiten Teil werden die Potenziale der Wiederverwendung von Bauten und Bauteilen aufgezeigt. Im dritten und letzten Teil kommen verschiedene Architekten zu Wort, deren Projekte mögliche «constructive futures» darstellen und so einen positiven Blick in die Zukunft werfen. „Beyond Concrete: Strategien für eine postfossile Baukultur“, FHNW – Institut Architektur (Hrsg.), Verlag Triest 2022

Noblesse oblige: Ein verwunschenes Anwesen entdecken und in ein charmantes Zuhause verwandeln – welcher Frankreich-Liebhaber hat nicht schon einmal davon geträumt? Schöpferische Menschen, die sich auf das Abenteuer Schlossleben eingelassen und einzigartige Wohnwelten geschaffen haben, stellt die Interieur-Expertin Catherine Scotto vor. Auf einer Reise quer durch Frankreich hat sie exklusive Welten kennengelernt: ob vornehm zurückhaltend oder üppig-opulent. Galeristen, Antiquitätenhändler und Sammler geben Einblicke in ihre privaten Reiche, die sonst meist verschlossen bleiben. „Le Château. Leben und Wohnen in französischen Schlössern und Herrenhäusern: Eine Entdeckungsreise“, von Catherine Sotto, Verlag Prestel 2021