Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Energie

Gazprom liefert weniger Gas: Ist das Putins Retourkutsche?

Während die Staats- und Regierungschefs von Rumänien, Italien, der Ukraine, Frankreich und Deutschland einander in Kiew trafen, reduzierte Russland die Gasexporte nach Europa.
Während die Staats- und Regierungschefs von Rumänien, Italien, der Ukraine, Frankreich und Deutschland einander in Kiew trafen, reduzierte Russland die Gasexporte nach Europa.REUTERS
  • Drucken

Gazprom drosselte die Lieferungen in die EU, auch Österreich ist betroffen. Offiziell sind technische Probleme bei Nord Stream Grund. Ist das glaubhaft?

Deutschland, Frankreich und Italien: Das sind die drei Großen der EU, deren Regierungschefs diese Woche die ukrainische Hauptstadt Kiew besucht haben. Und just in diese drei Länder floss am Donnerstag weit weniger russisches Gas als bisher. Eine Retourkutsche des Kreml für den Besuch in der von Russland überfallenen Ukraine? Die offizielle Begründung lautet anders, und auch Länder wie Österreich, Tschechien und die Slowakei sind von gedrosselten Lieferungen betroffen. Warum klemmt der Gashahn?

1. Warum hat Gazprom die Gaslieferungen nach Europa reduziert, und wer ist davon betroffen?

Die russische Gazprom spricht von technischen Problemen im Zusammenhang mit der Ostseepipeline Nord Stream 1. Die Probleme seien aufgrund der Sanktionen gegen Russland auf absehbare Zeit nur schwer zu beheben. Konkret würden wichtige Teile aus Kanada benötigt, aber die seien nicht lieferbar. Deshalb würden die Lieferungen via Nord Stream auf etwa 40 Prozent der Pipeline-Kapazität heruntergefahren. Fast die Hälfte der russischen Gaslieferungen nach Europa kommen durch die Ostseepipeline.