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Analyse

E-Fuels: Vergibt man eine Chance?

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Beim CO2-Ausstoß im Straßenverkehr schreibt die EU nicht nur das Ziel – Klimaneutralität – vor, sondern auch die Technik auf dem Weg dorthin– die Elektromobilität. Synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, will man nicht akzeptieren.

Wien. Von manchen Experten hört man derzeit ein interessantes Schlagwort, wenn man mit ihnen über die Zukunft des Straßenverkehrs in Europa spricht: „Kubanisierung“. Was sie damit meinen: Weil die EU ab 2035 die Neuzulassung von Autos mit Verbrennungsmotor verbieten will, würden die Menschen ihre Benzin- und Diesel-Pkw länger behalten. Was folgt, weiß jeder, der schon in Kuba war: Auf den Straße sind jahrzehntealte Autos unterwegs. In Europa werden sie halt nicht annähernd so schön sein wie die Oldtimer aus den 1950er- und 1960er-Jahren auf der Karibikinsel.

Die Sorge ist nicht ganz unberechtigt. Denn es gibt mehrere große Fragezeichen auf dem Weg zum klimaneutralen Individualverkehr: Werden E-Autos in 13 Jahren in Bezug auf Reichweite und Ladegeschwindigkeit ein vollwertiger Ersatz für Autos mit Verbrennungsmotor sein? Wird es genügend Ladestationen in Europa geben, um eine flächendeckende batterieelektrische Mobilität zu ermöglichen? Und werden E-Autos preislich in einer Dimension sein, die sie für alle erschwinglich machen?