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AKW Ignalina: Heikle Phase beim Abbruch beginnt

LITHUANIA IGNALINA NUCLEAR PLANT SHUTS
(c) EPA (Valda Kalnina)

Die Abbrucharbeiten des geschlossenen Kraftwerks in Litauen werden bis zu 35 Jahre dauern. Jetzt müssen 1000 Tonnen verstrahltes Material entfernt werden.

Vilnius. Litauen hat am Donnerstag mit der heikleren Phase beim Abbruch des vor knapp einem Jahr endgültig geschlossenen Atomkraftwerks Ignalina begonnen. Eine Kraftwerkssprecherin sagte, als Nächstes müssten 1000 Tonnen verstrahlte Ausrüstung aus dem bereits 2004 geschlossenen Block 1 entfernt werden.

Insgesamt würden die Abrissarbeiten des aus Sowjetzeiten stammenden AKW zwischen 25 und 30 Jahre dauern, sagte die Sprecherin laut der baltischen Nachrichtenagentur BNS. Die bisher durchgeführten Abwicklungsarbeiten hätten ausschließlich nicht radioaktiv kontaminierte Bauten und Anlagen betroffen.

Litauen hatte sich vor dem EU-Beitritt verpflichtet, das AKW Ignalina bis 2009 zur Gänze abzuschalten. Trotz politischer Versuche litauischer Politiker, die Laufzeit des AKW nachträglich zu verlängern, blieb Brüssel hart. Litauen plant den Bau eines neuen Atomkraftwerks in der Nähe des alten Komplexes. Das Projekt kam in den vergangenen Jahren aber wegen Finanzierungsproblemen und Uneinigkeiten unter den Nachbarländern kaum voran.

 

(APA)