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ÖSV ficht Wahl von FIS-Präsident Eliasch an

20th March 2022; Meribel, France; Alpine Ski World Cup finals. Johan Eliasch, FIS President; PUBLICATIONxNOTxINxUK Actio
Die Wahl von Johan Eliasch war umstritten(c) IMAGO/Action Plus (IMAGO/Pierre Teyssot)
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Der ÖSV zieht nach der umstrittenen Wiederwahl gemeinsam mit Schweiz, Deutschland und Kroatien vor den Internationalen Sportsgerichtshof.

Österreichs Skiverband geht auf Konfrontationskurs mit dem Weltverbandspräsidenten. Gemeinsam mit den Verbänden der Schweiz, von Deutschland und Kroatien zieht der ÖSV gegen die Wiederwahl von Johan Eliasch als FIS-Chef vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Ein Sprecher des ÖSV bestätigte der APA am Samstag den Wahrheitsgehalt von entsprechenden Medienberichten über einen Berufungsantrag.

Die Kläger monieren, dass die demokratischen Grundsätze bei der Bestätigungswahl im Rahmen des 53. FIS-Kongresses in Mailand unterwandert worden seien. Die 126 Verbände hätten keine Wahl gehabt, sondern beim allerdings ohnehin einzigen Kandidaten lediglich für Eliasch oder gar nicht stimmen können. Andernfalls waren die Stimmen ungültig. Aus den 70 Stimmen für den umstrittenen Schweden, der im Vorjahr die Nachfolge von Gian-Franco Kasper angetreten hat, ergab sich so ein Resultat von 100 Prozent.

"Dieses Rechtsverständnis teilen wir nicht", sagte zuletzt ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer, der neben Vertretern anderer Nationen wie Deutschland, der Schweiz, Finnland und Kroatien daraufhin den Saal verlassen hatte. Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann bezeichnete die Wahl sogar als "Muppet-Show", Stefan Schwarzbach, ein Vorstandsmitglied des Deutschen Skiverbandes, als "Farce".

Wie Scherer zudem erläuterte, hätten 15 Verbände inklusive Österreich eine geheime Abstimmung gewollt und dies auch per Brief kundgetan. Dies sei "ein klares Signal, dass man eigentlich ernst nehmen sollte". Der ÖSV prüfte daraufhin Rechtsmittel.

Die Vorschläge von Eliasch sorgen seit seinem Amtsantritt 2021 immer wieder für Irritationen und Kritik in der Skiszene - etwa der Plan, die Alpin-Weltcups zentral zu vermarkten. Bisher liegen die Vermarktungsrechte bei den Nationalverbänden, auf deren Gebieten die Weltcups stattfinden.

(APA/dpa/sda)