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Interview

Ferdinand Mayr: "Niemand trinkt mehr schlechten Wein"

Guenther Achleitner
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Er ist einer der größten Winzer Österreichs, obwohl er nur vier Hektar bewirtschaftet. Ferdinand Mayr kauft Wein zu, verschneidet ihn und liefert 1,3 Mio. Flaschen an Supermärkte in Großbritannien, Deutschland und Österreich.

Die Presse: Wie wird das heurige Weinjahr?

Ferdinand Mayr: Ehrlich – keine Ahnung. Es wird keine Katastrophe, weil es genug Regen und keinen Frost gegeben hat. Hoffen wir, dass es nicht hagelt, und hoffen wir, dass es uns nicht von August bis September alles verregnet. Bis jetzt schaut es jedenfalls gut aus.

Das ist das erste Mal, dass ich von einem Winzer auf diese Frage nicht sofort die Antwort höre, es werde ein super Jahr. Wenn wettermäßig gar nichts passt, spricht man maximal von einem interessanten Jahr.

Bordeaux macht das so – und seit Jahrzehnten recht erfolgreich. Man sagt immer, das Jahr sei viel besser, als man geglaubt habe. Ich übertreibe jetzt, aber wenn die Weine dünn sind und keine Länge und Konzentration haben, schwärmt man davon, dass es ein klassischer Jahrgang sei mit Säure und Frische. Das ist Marketing.