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Medienbericht

Tennisverband: Dopingtests mit Wunschtermin?

Tests bei US Open vorab angekündigt.

London. Dem Tennis-Weltverband ITF wird in einem Bericht der englischen Zeitung „Mail on Sunday“ vorgeworfen, Spielern Dopingtests vorab angekündigt zu haben. Demnach soll die ITF die Profis vor den US Open 2021 gewarnt haben, dass sie für den biologischen Athletenpass (ABP) eine Blutprobe abgeben müssten. Die Spieler seien auch vor den US Open 2019 und den diesjährigen Miami Open aufgefordert worden, über das Online-Anti-Doping-Portal Zeitfenster für diese Tests zu buchen, schreibt das Blatt. Eine entsprechende Nachricht der ITF liege der Zeitung vor. Damit hätten die Spieler vier Tage Vorlaufzeit für ihren Test gehabt.

Anhand des Athletenpasses können mögliche Dopingverstöße festgestellt worden. In den ABP-Leitlinien der Welt-Anti-Doping-Agentur heißt es, dass die Aufdeckung von Doping verbessert werde, wenn Dopingtests „ohne Vorankündigung strategisch über das Jahr verteilt“ werden.

Das Anti-Doping-Programm der ITF wird von der International Tennis Integrity Agency (ITIA) durchgeführt. Diese erklärte, dass es logistisch sinnvoll sei, Tests ein- oder zweimal im Jahr im Voraus zu arrangieren, damit so viele Spieler wie möglich getestet werden könnten.

(red.)