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IAEA

Iran bereitet weitere Uran-Anreicherung in Fordow-Anlage vor

Teheran dementiert den Bericht der Internationalen Atomaufsichtsbehörde über einen geplanten Bau von Atomwaffen.

Der Iran treibt einem Bericht der Internationalen Atomaufsichtsbehörde IAEA die Arbeiten für die Uran-Anreicherung in der unterirdischen Anlage Fordow weiter voran. Der Iran sei in der Lage, Uranhexafluoridgas (UF6) in die zweite von zwei Kaskaden in Fordow einzuleiten, heißt es in dem vertraulichen IAEA-Bericht an die Mitgliedstaaten, den die Nachrichtenagentur Reuters am Montag einsehen konnte.

Der Iran habe der Behörde zwar bestätigt, dass die Aktivierung der Anlage am Sonntag begonnen habe und UF6 in die Anreicherungszentrifugen eingespeist worden sei. Welche Art der Anreicherung für die Anlage geplant sei, habe der Iran offengelassen.

Die in Betrieb genommene Kaskade ist die einzige, die über eine spezielle Modifikation verfügt, die die Umstellung auf eine Anreicherung mit höheren Reinheitsgraden erleichtern. Westliche Diplomaten weisen seit langem darauf hin, dass dies Anlass zur Sorge gibt, da es dem Iran eine schnelle Anreicherung auf einen höheren Reinheitsgrad ermöglichen könnte. Uran kann je nach Anreicherungsgrad für den Betrieb von Atomkraftwerken oder den Bau von Nuklearwaffen genutzt werden.

An einem anderen Standort reichert der Iran Uran bereits auf bis zu 60 Prozent an, was weit über der im Atomabkommen von 2015 festgelegten Obergrenze von 3,67 Prozent liegt. Für Atomwaffen muss der radioaktive Stoff auf 90 Prozent angereichert werden. Die USA hatten das Abkommen 2018 unter ihrem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aufgekündigt, woraufhin auch der Iran sich nicht mehr an alle Auflagen hielt.

Mit dem Atomabkommen soll verhindert werden, dass der Iran Nuklearwaffen baut. Die Regierung in Teheran dementiert solche Absichten.

(APA/DPA)